Fest Mariä Geburt am 8. SeptemberOhne Schatten

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Obwohl er immer schon zu sehen war, hat man ihn kaum je dargestellt. Kein Kind malt Schatten. Prähistorische und die ägyptische Malerei kennen keine Schatten, auch die Malerei des Mittelalters beachtet ihn nicht. Ihr kam es mehr auf den Glanz des Ewigen an, der durch Gold seit wenigstens 6000 Jahren angedeutet wird. Unser Tafelbild zeigt Goldgrund in einem Wochenzimmer. Der Anspruch von Ewigkeit wird im Bild mit hektischer weiblicher Tätigkeit in einem bürgerlichen Schlafzimmer verschmolzen, um die Geburt Mariens, die seit dem 7. Jahrhundert am 8. September gefeiert wird, darzustellen.

Die abgebildete Tafel „Geburt Mariens“ in der Alten Pinakothek München stammt aus der Ursula-Kirche in Köln. Sie war vermutlich Teil eines Altars mit acht Bildern zum Leben Mariens. Ihr Maler wird danach Meister des Marienlebens genannt. (Foto: bpk | Bayerische Staatsgemäldesammlungen)
Die abgebildete Tafel „Geburt Mariens“ in der Alten Pinakothek München stammt aus der Ursula-Kirche in Köln. Sie war vermutlich Teil eines Altars mit acht Bildern zum Leben Mariens. Ihr Maler wird danach Meister des Marienlebens genannt. (Foto: bpk | Bayerische Staatsgemäldesammlungen)

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