HandwerkJosef hat kein Homeoffice

„Ein breitflächiger Betriebe-Kollaps wird immer wahrscheinlicher“, warnte der Zentralverband des Deutschen Handwerks.

Christus mag der König der Könige sein, doch er ging bei einem bescheidenen Handwerker in die Lehre. Daran erinnert der Gedenktag von „Josef, dem Arbeiter“, pünktlich zum Tag der Arbeit am 1. Mai. Vielleicht ist diese Erinnerung dieses Jahr so wichtig wie lange nicht mehr. Denn in der seit Monaten tobenden Debatte über Homeoffice, Digitalisierung und Videokonferenzen geraten allzu oft jene aus dem Blick, die mit ihren Händen arbeiten und ihr Tagewerk nicht ohne weiteres von zuhause aus erledigen können.

Dabei leiden viele Handwerksbetriebe enorm unter der Krise. „Ein breitflächiger Betriebe-Kollaps wird immer wahrscheinlicher“, warnte der Zentralverband des Deutschen Handwerks. Wegen stockender Überbrückungshilfen ständen viele kleine Betriebe vor dem Aus, die seit Generationen in ihrer Region verwurzelt sind. Dass sie fehlen, merkt man manchmal erst, wenn die bekannten Schilder verschwunden sind. Umso wichtiger, dass die Politik sich an „Josef, den Arbeiter“ erinnert und schon jetzt an die Zukunft des Handwerks denkt.

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