Wird Klimaschutz die Reiseziele verändern?

In Zukunft dürften immer mehr Deutsche ihren Urlaub im Inland verbringen. Das erwartet der Tourismusexperte Urs Kamber. Dass Urlauber auf Fernreisen verzichten, habe mit dem gestiegenen Bewusstsein für den Klimaschutz zu tun. „Heute gilt: lieber Greta als Kreta“, wird Kamber in der „Badischen Zeitung“ zitiert. Damit spielt er auf die junge Schwedin Greta Thunberg an, die mit ihrem „Schulstreik fürs Klima“ den Sinneswandel maßgeblich angestoßen hat. „Manche Kinder verbieten sogar ihren Eltern, mit dem Flugzeug zu verreisen.“

Im Schwarzwald lasse sich dieser Trend bereits durch Zahlen belegen. Dort wurden 2018 etwa 8,6 Millionen Touristen gezählt. Vor zehn Jahren waren es mit 6,5 Millionen noch deutlich weniger. Drei Viertel der Urlauber kommen aus Deutschland, die anderen zumeist aus den Nachbarländern.

Doch nicht alle Statistiken stützen die These des Fachmanns. So ergab eine repräsentative Tourismusanalyse, dass 2018 gut ein Drittel (34 Prozent) der Deutschen Urlaub im Inland machte. Nach ihren Plänen für das laufende Jahr gefragt, erklärten aber nur 21 Prozent, dass sie in Deutschland Ferien machen wollen. Allerdings war zum Zeitpunkt der Umfrage, zum Jahreswechsel, gut ein Drittel noch unentschieden.

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