Bärbel Koch-BaischWerden dürfen

Auch wenn das Offenbarwerden noch aussteht – Kinder Gottes sind wir (vgl. 1 Joh 3,1–10). Lassen wir es uns gefallen. Als Gotteskinder sind wir ein hoffnungsvoller Fall. Von allerbester Herkunft und mit glänzenden Aussichten. In den Augen Gottes werden wir, was wir sind. Gabriela Mistral hat es in einem Gedicht so beschrieben: „Wenn du mich anblickst, werd’ ich schön.“ „Es ist noch nicht offenbar, was wir sein werden“ – das ist ein ermutigender Hoffnungssatz. Aus uns kann und will noch etwas werden. Wir sind noch nicht fertig. Wir dürfen wachsen. Wenn wir in dieser Hoffnung leben, sind wir dann auch erkennbar in unserem Tun. Menschen sollen in der Begegnung mit uns spüren, dass wir ein Stück Ewigkeit in uns tragen. Die Güte, Liebe und Barmherzigkeit Gottes soll durch uns hindurchscheinen und andere sollen merken, dass wir Gottes Kinder heißen – und wir sind es auch.

Bärbel Koch-Baisch aus: „Mit der Bibel durch das Jahr“ (Katholisches Bibelwerk/Kreuz, Stuttgart/ Hamburg 2017)

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