DDRWer gegen den Staat war, durfte kein Kind großziehen

Beim Thema Zwangsadoptionen in der DDR sieht die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Iris Gleicke, noch Aufarbeitungsbedarf. Zwischen 1966 und 1990 kam es in der DDR zu politisch motivierten Adoptionsverfahren, „die nach allgemeinen rechtsstaatlichen Maßstäben als Unrecht bezeichnet werden können“. Das zeigte eine Studie des Zentrums für Zeithistorische Forschung in Potsdam. Betroffen waren vor allem Kinder von alleinerziehenden Müttern und aus Großfamilien, zudem Eltern, die unter dem Verdacht standen, die öffentliche Ordnung durch „asoziales“ Verhalten zu gefährden, oder sich der Republikflucht oder anderer politischer Delikte strafbar gemacht hatten.

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