AfrikaGerechte Steuern statt Entwicklungshilfe

Durch „aggressive Steuervermeidung“ geht den afrikanischen Staaten viel Geld verloren. Das hat ein fünfjähriges Forschungsprojekt der Jesuiten ergeben, bei dem drei Einrichtungen des Ordens den Zusammenhang zwischen Steuergerechtigkeit und Armut untersucht haben. Ihr Fazit: Die internationale Steuerarchitektur ist darauf ausgelegt, reiche Länder zu begünstigen. Hinzu kämen eine unzureichende Verwaltung sowie tiefgreifende Korruption in Afrika. All das führt dem Forschungsprojekt zufolge dazu, dass dem eigentlich reichen Kontinent viel Geld entzogen wird. „Dass afrikanische Staaten ihren Bürgern kein besseres Leben bieten können, ist auch in der Schuld reicher Länder wie Deutschland begründet“, sagte der deutsche Projektverantwortliche, Jörg Alt. Würde die Wirtschaftsleistung vor Ort angemessen versteuert, bräuchten viele Staaten keine Entwicklungshilfe.

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