USAChristliche Glaubenskraft dank Zuwanderern

In den Vereinigten Staaten lässt die Bindung der einheimischen Bevölkerung an den christlichen Glauben rasant nach – sehr beschleunigt vor allem in der Generation unter dreißig. Diese Säkularisierung, von der Amerika im Gegensatz zu Europa lange verschont schien, ist inzwischen durch viele Untersuchungen bestätigt.

Interessant an der Entwicklung ist aber auch, dass das Christentum momentan insbesondere von der starken Zuwanderung aus Mittel- und Südamerika profitiert. Das betrifft inzwischen auch die Freikirchen, da sehr viele Lateinamerikaner sich bereits in ihrer Heimat von der katholischen Tradition abgewandt und pfingstlerischen oder evangelikal ausgerichteten Gemeinschaften zugewandt hatten. Einwanderer sind das „am schnellsten wachsende Element der amerikanischen Christenheit“, erklärte der Präsident der evangelikal orientierten „Nationalen spanischen christlichen Führungskonferenz“, Samuel Rodriguez. An die Adresse von Präsident Donald Trump gerichtet, der eine restriktive Einwanderungspolitik fördert, sagte Rodriguez: Wer Migranten ausweist, behindert die weitere Ausbreitung des Christentums in Amerika.

Für die Kirchen geht es auch in den USA bereits um die eigene Zukunft, meldet der Evangelische Pressedienst. In der katholischen Kirche ist der Anteil der aus dem südlichen Teil der Neuen Welt stammenden sogenannten Latinos von zehn Prozent in den sechziger Jahren auf inzwischen dreißig Prozent gestiegen. Bei jungen Katholiken unter dreißig Jahren stellen die Latinos sogar bereits mehr als die Hälfte der Gläubigen, wie das „Public Religion Research Institute“ ermittelt hat.

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