KonflikteKain und Abel in Nigeria

Nicht nur die Dschihadisten der Bewegung Boko Haram wüten in Nigeria und verbreiten unter Christen wie moderaten Muslimen Angst und Schrecken. Wegen knapper werdender Weide- und Ackerflächen haben sich in neuerer Zeit auch Kämpfe zwischen Viehhirten und Bauern verschärft. Es handelt sich um einen Kultur- und Wirtschaftskonflikt, wie er sich bereits in vorgeschichtlicher Zeit ereignet hat und sich biblisch vielleicht in der Erzählung von Kain und Abel zeigt. Allein 2016 sollen in dem bevölkerungsreichsten Land Afrikas mindestens 2500 Personen bei Gewaltakten zwischen beiden Gruppierungen gestorben sein.

Auch religiös aufgeladene Stammeskonflikte spielen eine Rolle. Die wandernden, oft schwerbewaffneten Viehhirten gehören überwiegend dem Haussa-Fulani-Volk an, auch Fulbe oder Peulh genannt. Sie sind Muslime. Die sesshaften Farmer sind überwiegend Christen, aus dem Volk der Igbo, der Yoruba und der Tiv.

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