Global denken - im Alltag handelnPraktische Impulse

Die Ideensammlung aus einer Kita in Gronau unterstützt Sie dabei, das Thema fair Trade und Globales Lernen in den pädagogischen Alltag zu integrieren.

Global denken - im Alltag handeln
© Birgit Hülsing-Hackfort, Gronau

Das Fair-Trade-Siegel

Das Zeichen ist bekannt und hat mit seiner Form und den Farben einen hohen Wiedererkennungswert. Um fair gehandelte Produkte zu kennzeichnen, schneiden Kinder das Zeichen aus und bekleben damit Toilettenpapierrollen. Als „Litfaßsäulen“ stehen sie neben den entsprechenden Speisen oder Gegenständen. Gedruckt auf T-Shirts oder Stofftaschen ist das Zeichen im Alltag präsent und macht neugierig. Fair gehandelte Produkte aus der Dritten Welt lernen Kinder spielerisch mit einem selbst gemachten Memory aus Bildern kennen. Danach geht es zum Einkaufen in den Supermarkt. Wie viele und welche Fair-Trade-Produkte gibt es dort zu kaufen?

Mit fair gehandelten Zutaten backen und kochen

Hauswirtschaftliche Angebote kommen bei Kindern und Eltern erfahrungsgemäß gut an. Den thematischen Einstieg zum Konsumverhalten bildet zum Beispiel das Herstellen von Bananenmilch oder Schokomuffins. Die laminierten Bildrezepte sollten einen unmittelbaren Zusammenhang mit fair gehandelten Zutaten haben und das Backen und Kochen erleichtern. Das Wiedererkennen der Produkte macht den Kindern viel Spaß. Wo die Bananen und die Schokolade herkommen, darüber kann anschließend gesprochen werden.

Faires Frühstück

Geeignete Produkte sind im Supermarkt erhältlich und am Fair-Trade-Siegel erkennbar: Bananen, Mango, Ananas, Bananenbrot, Saft, Quark mit Schokostreuseln, Frühstücksmüsli und Kakao. Das faire Frühstück findet nach Absprache mindestens einmal wöchentlich statt.

Die Reise des T-Shirts

Die Kinder durchforsten ihren Kleiderschrank und erarbeiten mit ihren Eltern eine kleine Aufgabe in Form eines Arbeitsblattes für Kinder: Wie viele T-Shirts habe ich? Brauche ich überhaupt so viele TShirts? Sie kommen mit ihrem Lieblings- T-Shirt oder -Pulli in die Kita. Wissen die Kinder, wo es herkommt und wie es hergestellt wurde? Die Bildungseinheit zum Thema Textilien der Projektstelle Faire Kita nimmt die Kinder mit auf eine Reise, auf der die Produktion eines T-Shirts vom Baumwollanbau bis zum Verkauf erklärt wird.

Fairer Fußball

In der Bildungseinheit „Fairer Fußball“ geht es um Kinderarbeit. Es wird die Bildergeschichte1 von Sara aus Pakistan erzählt, die mit ihrer Familie in der Fußballfertigung arbeitet. Die Kinder stellen selbst einen Ball aus Socken und Klebeband her und probieren ihn aus. Faires und unfaires Handeln und gerechtes Teilen sind Gesprächsthemen mit den Kindern.

Elterncafé

Im Elterncafé der Kita lernen die Eltern faire Produkte kennen. Sie trinken fair gehandelten Kaffee und essen selbst gebackenen Kuchen aus zertifizierten Zutaten. Zum Mitnehmen liegen Rezepthefte und Infos aus.

Gegen Kinderarbeit

Fair Trade hilft im Kampf gegen ausbeuterische Kinderarbeit. Viele Kinder sind dieser Situation ausgesetzt und können weder in die Schule gehen noch mit ihren Freunden spielen. Nach einem Ausflug zu einem Erdbeerfeld, auf dem die Kinder Erdbeeren für den Verzehr in der Kita pflücken können, kann über Baumwolloder Kakaoplantagen berichtet werden, auf denen Kinder regelmäßig mehrere Stunden arbeiten. Ziel des Schwerpunktes Faire Kita ist es, Kindern Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sie selbst mit ihrem Handeln etwas ändern können.

 
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