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Joachim Gauck: Toleranz: einfach schwer

Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Plus S. 433-435

    LeitartikelKulturkampf um Ehe und Familie

    Ehe und Familie gehören offensichtlich zu den Themen, über die kaum nüchtern, unparteiisch und emotionslos geredet werden kann. Familienpolitik steht scheinbar geradezu zwangsläufig unter Ideologieverdacht. Aus dieser beim Thema Ehe und Familie offenbar unvermeidlichen Diskussionslage erklärt sich vermutlich die Heftigkeit, mit der in den vergangenen Wochen innerhalb der evangelischen Kirche in Deutschland gestritten wurde. Mitte Juli hatte der Rat der EKD eine „Orientierungshilfe“ zum Thema Familie veröffentlicht. Aber auch innerhalb der katholischen Kirche ringt man mit dem Thema Ehe und Familie. Diese Diskussionen sind heftig. Wenn es jedoch gelingt, beispielsweise auf vorschnelle Abwertung anderer Positionen oder ideologische Immunisierung der eigenen zu verzichten, können diese innerkirchlichen Diskussionen auch zu einem wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Debatte insgesamt werden.

Kommentar

  • Plus S. 436-437

    KommentarEinmalig

    Soll der Reformationstag 2017 ­bundesweit arbeitsfreier Feiertag sein?

  • Plus S. 437

    KommentarPrekär

    Was die Statistik der beiden großen ­Kirchen verrät.

  • Plus S. 438

    KommentarEtappenziel

    Der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz für Kleinkinder ist erst der Anfang.

Aktuell

Interview

  • Plus S. 448-453

    Ein Gespräch mit dem islamischen Theologen Bülent Ucar„Vielfalt ernst nehmen“

    Die Deutsche Islamkonferenz hat viel bewirkt, zuletzt aber vor allem für Missstimmung gesorgt. Welche Rolle spielt dieses Gremium für die Behandlung der wichtigen Anliegen von Muslimen in Deutschland? Und wie sind die Erfahrungen mit den nicht zuletzt von ihm angestoßenen Islamischen Zentren an Universitäten? Über diese Fragen sprachen wir mit Bülent Ucar, Professor für Islamische Religionspädagogik in Osnabrück und Mitglied der zweiten Deutschen Islamkonferenz. Die Fragen stellte Stefan Orth.

    Themenpaket: Islam in Deutschland

Essays

  • Plus S. 441-443

    OrthodoxieJubiläum der Christianisierung Russlands

    Repräsentanten der orthodoxen Kirchen kamen vor kurzem nach Russland, in die Ukrai-ne und nach Weißrussland. Sie feierten das Jubiläum der „Taufe der Kiewer Rus“ im Jahr 988. Die Staatsnähe der Russischen Orthodoxie wurde dabei aufs Neue offenkundig.

  • Plus S. 453-457

    Wenn in der Kirche vom Dialog die Rede istSelbstentdeckung im „Außen“

    Die einen wünschen sich eine Kirche, die den „Dialog mit der Welt“ sucht, die anderen setzen ihre Hoffnung auf einen „Dialogprozess“, der die offenkundigen Partizipations-, Demokratie- und damit auch Wahrnehmungsdefizite in der Kirche kompensieren soll. Wie aussagekräftig aber oder umgekehrt wie problematisch ist eigentlich in diesem Zusammenhang die Verwendung der Dialogmetapher?

    Themenpaket: Der Dialogprozess der katholischen Kirche in Deutschland
  • Plus S. 457-461

    Papst Franziskus und der Weltjugendtag in RioInteressante Premiere

    Als „Enzyklika von Rio“ bezeichnete ein Artikel in der katholischen Zeitschrift „il regno“ (Bologna) den Besuch des neuen Papstes beim Weltjugendtag, der Ende Juli auf seinem Heimatkontinent stattfand. Franziskus überzeugte durch seinen spontan-unkomplizierten Stil; seine Botschaften waren appellativ gehalten. Es ging ihm vor allem um eine Kirche, die bewusst an die „Peripherie“ geht und sich tatkräftig aus ihrem Glauben heraus für Gerechtigkeit einsetzt.

  • Plus S. 461-466

    Zur Debatte über die EKD-Orientierungshilfe zum Thema FamilieVon hoher ökumenischer Relevanz?

    Vermutlich haben weder der Präses noch die Mitglieder des Rates der EKD mit einer solch intensiven Kontroverse gerechnet, wie sie die jüngst veröffentlichte EKD-Orientierungshilfe zum Thema Familie entfacht hat. Auch katholische Bischöfe kritisierten den Text aufs Schärfste. Was ist aus diesem Vorgang für das ökumenische Gespräch über ethische Fragen insgesamt zu lernen?

    Themenpaket: Zum Stand der Ökumene
  • Plus S. 466-471

    Die katholische Kirche muss mit ihren Medien wieder alle Gläubigen erreichenNur gemeinsam erfolgreich

    Während sich die Auflage der Bistumspresse weiter ungebremst im Sinkflug befindet, testen ein Publizist und ein Bischof mit der Zeitungsbeilage „Credo“ ein neues Verbreitungsmodell katholischer Publizistik. Auch die Diözese Essen will ihre Abonnementzeitung durch eine Verteilzeitschrift ersetzen. Ist Print doch nicht tot? Wie gelingt es, die kirchenfernen Gläubigen medial zu erreichen?

  • Plus S. 476-481

    Eine Konferenz des Internationalen DiakonatszentrumsMission als diakonischer Auftrag

    Mission betreibt die Kirche nicht aus sich selbst und nicht für sich selbst, sondern zugunsten derer, die weltweiter Solidarität am meisten bedürfen. In der Mission spielen die Option für die Armen, Herausforderungen der Inkulturation und der inter­religiöse Dialog zusammen. Diesem Ineinander von Diakonie und Mission widmete sich jüngst eine Studienkonferenz des Internationalen Diakonatszentrums im ­tschechischen Velehrad.

  • Plus S. 481-485

    Zum 200. Geburtstag von Adolph KolpingZukunftsweisendes und Zeitbedingtes

    Adolph Kolping ist nicht der Erfinder des „Gesellenvereins“, sehr wohl aber derjenige, der die große Bedeutung dieser Idee erkannte und sie zu verbreiten verstand. Anlässlich des 200. Geburtstags am 8. Dezember stellt sich die Frage, wer denn die „Gesellen“ von heute sind, wer die Menschen, die durch gesellschaftliche Entwicklungen ins Abseits zu geraten drohen oder bereits geraten sind. Hat der deutsche Sozialkatholizismus diese Menschen noch im Blick?

Autoren/-innen