Anzeige: Rom ist kein Gegner. Warum die Kirche Reformen braucht. Von Georg Bätzing
  Herder Korrespondenz. Monatsheft für Gesellschaft und Religion 67 (2013) Heft 11

Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Gratis S. 541-543

    LeitartikelDer Papst und die Christenheit

    Der Papst ist Kirchenoberhaupt zwar nur für die katholischen Gläubigen. Aber er steht gleichzeitig im Blickpunkt der gesamten Christenheit. Das hat sich schon bei den letzten Päpsten gezeigt; es gilt auch für Franziskus, den ersten nichteuropäischen Papst, dessen Stil in seiner Kirche auf viel Zustimmung stößt, aber auch manchen verunsichert. Er hat noch nicht viele ökumenische Akzente gesetzt. Seine Amtsführung birgt aber durchaus gerade auch ökumenische Herausforderungen: Sowohl durch seine Relativierung der Kirche als Institution wie durch seine missionarische Ausrichtung, die alle Kirchen in ihrem Zeugnis ermutigen sollte.

Kommentar

  • Gratis S. 544-545

    KommentarSystem

    Der Fall Tebartz-van Elst zwingt die katholische Kirche in Deutschland zu mehr finanzieller Transparenz.

  • Gratis S. 545-546

    KommentarBewusstsein

    Das Erbe des langjährigen „Frauenbischofs“ Ernst Gutting.

Aktuell

  • Gratis S. 547-549

    Papst FranziskusKurienreform auf dem Weg

    Anfang Oktober tagte im Vatikan erstmals der neu geschaffene „Kardinalsrat“. Dabei ging es um Grundlinien für eine Reform der Kurie sowie um eine Umge­staltung der Institution Bischofssynode. Für 2014 hat der Papst eine Sondersynode zum Thema Familie angekündigt.

  • Gratis S. 549-551

    BischofskonferenzRück- und Ausblick des Vorsitzenden

    Die Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz Ende September in Fulda war die letzte unter dem Vorsitz von Erzbischof Zollitsch. Zugleich tagten die deutschen Bischöfe zum ersten Mal im Pontifikat von Franziskus.

Blickpunkt

  • Gratis S. 552-556

    Aktuelle Entwicklungen feministischer und geschlechtersensibler TheologienWiderständig und visionär

    Die feministische Theologie hat nach mehr als vier Jahrzehnten nichts an Aktualität und Innovationskraft eingebüßt; allerdings firmiert sie inzwischen aus guten Gründen auch unter anderem Namen: als geschlechterbewusste Theologie oder auch als theologische Geschlechterforschung. In Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und in Großbritannien haben vergleichsweise viele geschlechtersensibel vorgehende Theologinnen Arbeitsmöglichkeiten im wissenschaftlichen Kontext gefunden.

Interview

  • Gratis S. 556-560

    Ein Gespräch mit Misereor-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel„Die Kirche bekommt ein anderes Gesicht“

    Mit seiner Lebenserfahrung und seiner Lebenspraxis steht Papst Franziskus für die „Option für die Armen“. Was bedeutet seine Forderung nach einer armen Kirche für die Armen für die Kirche in Deutschland mit ihrem hohen Grad an Institutionalisierung, Professionalisierung und staatskirchenrechtlichen Absicherung? Darüber sprachen wir mit dem Hauptgeschäftsführer des Bischöflichen Hilfswerkes Misereor, Pirmin Spiegel. Die Fragen stellte Alexander Foitzik.

Essays

  • Gratis S. 560-565

    Das Zweite Vatikanum als Konzil einer neuen EpocheIm Übergang

    Wie können die Ursprünge christlichen Glaubens neu vergegenwärtigt werden, wie die ursprüngliche Identität der Kirche in der heutigen Gesellschaft aufleuchten und den Zeitgenossen zum gläubigen und plausiblen Mitvollzug angeboten werden? Das sind die entscheidenden Fragen, die sich im Rückblick auf das Zweite Vatikanische Konzil stellen, das den Weg in eine neue Epoche der Menschheits- und Kirchengeschichte markiert.

  • Gratis S. 565-569

    Ein Rückblick auf das „Jahr des Glaubens“„Handle danach, und du wirst leben“

    Im Zentrum des „Jahres des Glaubens“ standen die Glaubensinhalte, das Wissen über den Glauben und die Unterweisung im Glauben. Der Glaube jedoch ist kein bloß theoretisches Verstehen von zu glaubenden Inhalten oder Lehren, sondern ­wesentlich Handeln. Denn Glaube wird als Nachfolge verstanden, die sich in einer konkreten Praxis ausdrückt.

  • Gratis S. 573-577

    Kirche und Medien 50 Jahre nach dem Konzilsdekret „Intermirifica“Polythematische Stressgemeinschaft

    Die Weltöffentlichkeit hat das Zweite Vatikanische Konzil mit Interesse und Spannung verfolgt. Diesem Interesse stand zunächst das Mauern der römischen Instan­zen gegenüber. Es ließ sich allerdings nicht lange durchhalten. Das Dekret, in dem sich das Konzil selbst den „Sozialen Kommunikationsmitteln“ widmete, zeigt das noch tiefe Unverständnis gegenüber der Welt als einer medial vermittelten Öffentlichkeit.

  • Gratis S. 577-581

    Die Berliner Humboldt-Universität fordert zu einer „Theologie des Unglaubens“ herausErinnerungsort des Atheismus

    Berlin gilt auch als Hauptstadt des Unglaubens. Nicht zuletzt aufgrund ihrer Geschichte ist die Metropole ein geeigneter Ort für das Nachdenken über Religionskritik, Agnostizismus und Atheismus, gerade mit Blick auf die Humboldt-Universität als ehemalige Kaderschmiede der DDR. In den Spuren von Romano Guardini ließe sich ausgehend von dort freilich auch eine „Theologie des Unglaubens“ entwickeln, die die gesellschaftlichen Realitäten heute ernst nimmt.

    Themenpaket: Herausforderung Atheismus
  • Gratis S. 581-586

    Aktuelle Herausforderungen für die Kirche in PolenAbkehr von Selbstverständlichkeiten

    Polen ist nach wie vor „das“ katholische Land in Europa. Aber innerhalb der katholischen Kirche gibt es durchaus Spannungen zwischen verschiedenen Strömungen; angesichts aktueller Herausforderungen machen die Bischöfe nicht unbedingt eine gute Figur. Im schwierigen Verhältnis zu den östlichen Nachbarn ist man durch wichtige ökumenische Schritte vorangekommen.

  • Gratis S. 586-591

    Zum Verhältnis von Tourismus und ReligionNeue Sinnfenster

    Studien zeigen, dass Sinnsuche im Urlaub zu einem wichtigen Motiv geworden ist. Die Themen Religion und Spiritualität gehören zu den großen Trends in der Tourismusbranche. Die Kirchen und ihre Angebote spielen dabei allerdings keine zentrale Rolle mehr. Dabei gäbe es gerade auch hier Ansatzpunkte, wie einzelne Beispiele zeigen.

  • Gratis S. 591-593

    Eine Stellungnahme zur Zukunft der KirchenpresseNicht über einen Kamm scheren

    Im Septemberheft (466 ff.) veröffentlichten wir einen Beitrag von Christian Klenk zur Entwicklung und den Zukunftschancen kirchlicher Medienangebote, nicht zuletzt auch der Bistumszeitungen. Klaus Nientiedt, Chefredakteur der Freiburger Bistumszeitung „Konradsblatt“, nimmt zu den Thesen Klenks Stellung.

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