Anzeige: Rom ist kein Gegner. Warum die Kirche Reformen braucht. Von Georg Bätzing
  Herder Korrespondenz. Monatsheft für Gesellschaft und Religion 64 (2010) Heft 6

Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Gratis S. 271-273

    LeitartikelKirchentag mit Mehrwert

    Mit der Entscheidung, dass es nach dem ersten Ökumenischen Kirchentag auch einen zweiten geben soll, lastete auf diesem Christentreffen eine besondere Erwartung: Würde der zweite Ökumenische Kirchentag in München Mitte Mai im Vergleich zu der gelungenen Premiere in Berlin 2003 irgendeinen Fortschritt im ökumenischen Miteinander der Kirchen in Deutschland erkennen lassen? Zum mediengängigen Symbol für den eigentlichen Fortschritt oder Mehrwert dieses zweiten Ökumenischen Kirchentages wurde die orthodoxe Vesper am Freitagabend, der an 1000 Tischen unter freiem Himmel am Münchner Odeonsplatz praktizierte orthodoxe Ritus des Brotbrechens und -teilens. Was sicherlich vielen der Teilnehmenden als so etwas wie eine „kleine“ Ersatzlösung für das noch nicht mögliche gemeinsame Abendmahl erschien, war vor allem das Ergebnis einer mit diesem zweiten Ökumenischen Kirchentag entschieden vorgenommenen Erweiterung des ökumenischen Horizonts.

Kommentar

  • Gratis S. 275-276

    KommentarHürden

    Die deutsche Islamkonferenz geht in die zweite Runde.

Aktuell

  • Gratis S. 277-279

    KircheBischof Mixa tritt zurück

    Die bekannt gewordenen Fälle sexueller Gewalt erschüttern weiterhin die katholische Kirche in Deutschland. Der Augsburger Bischof Walter Mixa sah sich angesichts von Vorwürfen, Heimkinder geschlagen und dies zuerst geleugnet zu haben, zum Rücktritt gezwungen.

  • Gratis S. 279-281

    SchweizProtestanten planen ihre Zukunft

    Der Rat des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) hat seinen Mitgliedskirchen einen Bericht zur geplanten Verfassungsrevision vorgelegt. Er schlägt drei Modelle für die künftige Rolle des Kirchenbundes vor.

Blickpunkt

  • Gratis S. 282-286

    Der zweite Ökumenische Kirchentag in MünchenBewährungsprobe bestanden

    Vom 12. bis 16. Mai fand in München zum zweiten Mal ein Ökumenischer Kirchentag statt. Das Treffen thematisierte eine Fülle von gesellschaftlichen und politischen Fragen und bemühte sich um eine ökumenische Zeitansage. Es wurde von den aktuellen Problemen in der katholischen Kirche mitgeprägt. Ob es einen weiteren Ökumenischen Kirchentag geben wird, ist noch nicht entschieden.

Interview

Essays

  • Gratis S. 290-294

    Kinder und ihr Schutz in der Geschichte des ChristentumsHohe Wertschätzung

    Der Schutz von Kindern gehört seit urgemeindlichen Zeiten zu den großen Themen der christlichen Tradition. Jesus selbst hat die Kinder zu sich gerufen und ihr Leben als heilig wertgeschätzt; in der Geschichte der Kirche wurde der Kinderschutz unterschiedlich begründet, aber durchweg hoch gehalten. Umso schwerer wiegt sexuelle Gewaltanwendung gegenüber Kindern durch kirchliche Bedienstete.

    Themenpaket: Kirche und sexueller Missbrauch
  • Gratis S. 294-298

    Südafrika und seine Kirchen vor der FußballweltmeisterschaftErwartungen und Enttäuschungen

    Die bevorstehende Fußball-WM rückt Südafrika in den Blickpunkt: Das Land, das auf friedlichem Weg das System der Apartheid überwunden hat, ist unter der politischen Vorherrschaft des African National Congress nur teilweise vorangekommen. Innerhalb der vielfältigen kirchlichen Landschaft wächst die Bedeutung pfingstlerisch-charismatischer Gemeinschaften. Politisch machen sich die Kirchen derzeit wenig bemerkbar.

  • Gratis S. 298-303

    Nachdenken über Priester und ihre AufgabenZwischen Verklärung und Ernüchterung

    Demnächst geht das von Benedikt XVI. ausgerufene „Priesterjahr“ zu Ende. Auch unabhängig von den Fällen sexuellen Missbrauchs durch Kleriker, die Kirche und Öffentlichkeit seit Monaten beschäftigen, steht die Frage im Raum, wie Priester heute ihr Amt verstehen und ausüben können und wie eine angemessene Priesterausbildung aussehen müsste.

  • Gratis S. 303-307

    Die Lage in Honduras bleibt nach wie vor instabilDer Staatsstreich und die Kirche

    Nach dem Staatsstreich im Juni 2009 ist Honduras vordergründig wieder zum Alltag zurückgekehrt. Doch die innenpolitische Krise zeigte, wie fragil das demokratische Gefüge ist. Die Kirche im Land fordert eine Rückkehr zum politischen Alltagsgeschäft und dadurch bessere Lebensverhältnisse für die arme Bevölkerungsmehrheit.

  • Gratis S. 307-312

    Erich Zenger war leidenschaftlicher Bibelleser und VermittlerEin theologischer Alttestamentler

    Er sprach lieber vom „Ersten“ als vom „Alten Testament“, der Münsteraner Alttestamentler Erich Zenger. Dass in den letzten Jahrzehnten die Schriften des Alten Testaments in der deutschsprachigen Theologie, in Liturgie und Religionsunterricht neue Aufmerksamkeit und Wertschätzung erfahren haben, ist nicht zuletzt sein Verdienst. Zenger ist Anfang April überraschend gestorben.

  • Gratis S. 312-316

    Was heißt Chancengerechtigkeit im Bildungswesen?Begabungen fördern

    Bildung ist eine der entscheidenden Zukunftsfragen für unsere Gesellschaft. Es kommt darauf an, möglichst keine Begabung zu übersehen und Kindern aus allen Schichten eine adäquate Bildungskarriere zu ermöglichen. Dabei kann es nie allein um fachliche Exzellenz gehen. Ein christliches Verständnis von Bildung reicht weiter.

  • Gratis S. 319-322

    Neue Perspektiven auf den späteren Pius XII.Pacelli online

    Derzeit werden alle rund 6500 Berichte, die Eugenio Pacelli während seiner Zeit als Nuntius beinahe täglich nach Rom geschrieben hat, online quellenkritisch ediert. Dadurch ergeben sich neue Perspektiven auf die Friedenspolitik, die Theologie, die spezifisch deutschen Erfahrungen und römischen Prägungen des späteren Pius XII.

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