Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Plus S. 595-597

    LeitartikelBildung für alle?

    Um Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit im deutschen Bildungssystem sollte es nicht ausdrücklich gehen, beim „Bildungsgipfel“ Ende Oktober. Obwohl er unter dem Motto der so genannten Qualifizierungsinitiative „Aufstieg durch Bildung“ stand, was ja durchaus auch soziale und sozialpolitische Konnotationen hat. Die Bundeskanzlerin und ihre Bundesbildungsministerin, für die der Gipfel ein wichtiger Markstein auf dem Weg zu der von Angela Merkel im Sommer ausgerufenen „Bildungsrepublik“ Deutschland werden sollte, wollten mit diesem groß angelegten Politevent vor allem eines unterstreichen: Dass nämlich Bildung als das künftige politische Megathema die gemeinsame Anstrengung aller, vor allem ein einmütiges Vorgehen von Bund und Ländern erfordert zur Sicherung der Wettbewerbschancen des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandorts Deutschland. Ist nicht auch die „Bildungsgerechtigkeit“ ein politisches Megathema oder sollte es zumindest werden?

Kommentar

  • Plus S. 598-599

    KommentarRespekt

    Erzbischof Marx setzt sich mit seinem „lieben Namensvetter“ auseinander.

  • Plus S. 599-600

    KommentarInspiration

    Mit dem Kulturpreis an das Ehepaar Dorst beschenken sich die Katholiken selbst.

Aktuell

  • Plus S. 601-602

    VatikanPsychologen an der Priesterausbildung beteiligen

    Der Vatikan fordert Diözesen und Ordensgemeinschaften auf, bei der Auswahl und Ausbildung von Priesteramtskandidaten auch geeignete Psychologen als Berater heranzuziehen. Die Kongregation für das Katholische Bildungswesen hat dazu Ende Oktober Leitlinien veröffentlicht.

  • Plus S. 602-605

    KlimawandelIst Deutschland „zukunftsfähig“?

    Mit einer neuerlichen Studie des Wuppertaler Instituts für Klima, Umwelt und Energie wollen kirchliche Hilfswerke und Umweltschützer eine breite gesellschaftliche Debatte anstoßen. Es geht um einen grundlegenden Kurswechsel in der Wirtschafts-, Umwelt- und Sozialpolitik sowie den internationalen Beziehungen Deutschlands.

Blickpunkt

Interview

  • Plus S. 610-614

    Ein Gespräch mit dem EKD-Ratsmitglied Bischof Christoph Kähler„Anzeichen für einen Mentalitätswechsel“

    Nächstes Jahr wird ein neuer Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gewählt. Wie nehmen sich die Veränderungen in der evangelischen Kirche aus, die der seit 2003 amtierende Rat angestoßen hat? Wo steht der deutsche Protestantismus heute, und welches sind die spezifischen Probleme der Kirche in Ostdeutschland? Darüber sprachen wir mit dem Stellvertretenden Ratsvorsitzenden der EKD, Bischof Christoph Kähler (Eisenach). Die Fragen stellte Ulrich Ruh.

Essays

  • Plus S. 615-619

    Die Bischofssynode über das Wort GottesAppelle und Absichtserklärungen

    Die Vollversammlung der Bischofssynode über das Wort Gottes warf Streiflichter auf den Stand der Bibelpastoral und des Nachdenkens über die Heilige Schrift in den verschiedenen Regionen der Weltkirche. Gleichzeitig bestätigte sie die Weichenstellungen der Offenbarungskonstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils. Auf vielen Feldern des Umgangs mit der Bibel besteht allerdings Handlungsbedarf.

  • Plus S. 619-623

    Markierungen in der katholischen Kirche ÖsterreichsAlles andere als „politisch“

    Zehn Jahre nach dem „Dialog für Österreich“ ist die katholische Kirche des Landes politisch-gesellschaftlich wenig präsent und intern alles andere als im Aufbruch begriffen. In Bezug auf diverse Reformforderungen hat sich nichts bewegt; es gibt eher Anzeichen für gegenläufige Entwicklungen. Die Bischofskonferenz zieht nicht an einem Strang.

  • Plus S. 628-632

    Die Patriarchen legen den Streit zwischen Moskau und Konstantinopel beiOrthodoxie auf Versöhnungskurs

    Anfang Oktober kamen die Oberhäupter der Orthodoxen Kirchen auf Einladung des Ökumenischen Patriarchen in Konstantanopel zu einem Treffen („Synaxis“) zusammen. Dabei verpflichteten sie sich zur Eintracht untereinander und zu beschleunigten Vorarbeiten für das seit langem geplante Panorthodoxe Konzil. Vor allem aber kam es zu einer Wiederannäherung zwischen dem Ökumenischen und dem Moskauer Patriarchat.

  • Plus S. 632-638

    Die EKD vor neuen Orientierungen ihrer WeltdiensteAnspruch und Wirklichkeit

    Nicht allein wegen der Fusion von Diakonischem Werk der EKD, Brot für die Welt und Evangelischem Entwicklungsdienst stellt sich die Frage, was aus den großen Initiativen der EKD zur Wahrnehmung konkreter Weltverantwortung geworden ist. Und was wird getan, dass das Thema Weltverantwortung auch in den Gemeinden und Kirchen lebendig bleibt?

  • Gratis S. 638-642

    Die Aufhebung des staatlichen Voraustrauungsverbots und ihre AuswirkungenKirchliche Ehen ohne Trauschein

    Wer kirchlich heiraten will, muss vorher zum Standesamt. Diese weithin bekannte Regel wird nicht mehr lange gelten. Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt hat der Deutsche Bundestag Ende 2006 mit Zustimmung des Bundesrates ein neues Personenstandsgesetz beschlossen. Es tritt am 1. Januar 2009 in Kraft. Die kirchliche Trauung wird dann vor der standesamtlichen Eheschließung, aber auch ohne sie zulässig sein.

Autoren/-innen