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Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Plus S. 109-111

    LeitartikelBündnisse für die Familie

    Nach jüngsten Hochrechnungen bringen hierzulande Frauen im Durchschnitt nur noch 1,29 Kinder zur Welt. Die Geburtenrate hat sich damit in den vergangenen vier Jahrzehnten halbiert. Natürlich gibt es eine Vielzahl von Gründen, warum Paaren der Kinderwunsch letztlich auch unerfüllt bleiben kann. Diese Fälle aber dürfen nicht verdecken, dass insgesamt eine gewaltige gesellschaftliche Schieflage zu beklagen ist.Vor allem bei Frauen, die sich dann doch ernsthaft mit ihrem Kinderwunsch befassen, ist es maßgeblich die schlechte Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die die Realisierung dieses Ziels hierzulande erschwert. Mindestens so entscheidend wie das Selbstbild von Frauen ist dabei ohnehin für den Perspektivenwechsel die Rolle der Väter, die - wenn die Kinder dann einmal da sind - bisher kaum in Bewegung geraten ist.Das Spektrum der Gründe für die Kinderlosigkeit zeigt, dass es nicht damit getan sein wird, den Hebel nur an einer Stelle anzusetzen. Umgekehrt dürfen deshalb auch die einzelnen Ziele nicht gegeneinander ausgespielt werden: Zuverlässige Betreuungseinrichtungen mit gesteigerter pädagogischer Kompetenz, eine finanzielle Entlastung von Familien und mehr Anerkennung von Erziehungsarbeit insgesamt sind gleichermaßen notwendig.

Kommentar

  • Plus S. 112

    KommentarUnsicherheit

    Die Reaktionen auf den jüngsten Krankenhausaufenthalt Johannes Pauls II.

  • Plus S. 112-113

    KommentarFastenpastoral

    Das Thema Gesundheit und das Aufgabenprofil des Hilfswerks Misereor.

  • Plus S. 113-114

    KommentarWechsel

    André Vingt-Trois ist der Nachfolger von Kardinal Jean-Marie Lustiger.

Aktuell

  • Plus S. 115-117

    TheologiestudiumGrünes Licht für die Umstellung

    Auch die katholische Theologie kann sich der Studienreform durch den „Bologna-Prozess“ nicht entziehen. Der Fakultätentag hat jetzt für die Einführung eines konsekutiven Modells für das theologische Vollstudium votiert.

  • Plus S. 117-119

    SchweizPragmatische Lösung für die Laienpredigt

    Die Schweizer Bischöfe haben sich grundsätzlich und praktisch zum Einsatz hauptamtlicher Laien in der Seelsorge geäußert. Mit ihren Stellungnahmen im Gepäck absolvierten sie kurz darauf ihren Ad-Limina-Besuch in Rom, der zur Entschärfung des Konfliktpotenzials beitrug.

Blickpunkt

  • Plus S. 119-122

    Für einen ehrlichen christlich-islamischen DialogAlles Lüge?

    Wer sich heute für den Dialog mit den Muslimen einsetzt, muss sich nicht selten der Naivität zeihen lassen. Aber für Christen gibt es aus ihrem Glauben heraus keine Alternative zur Gesprächsbereitschaft gegenüber dem Islam. Es ist allerdings unerlässlich, den Dialog nach klaren Regeln zu führen und Ergebnisse in Vereinbarungen festzuhalten.

Interview

  • Plus S. 123-127

    Ein Gespräch mit Jürgen Lieser von Caritas international„Hilfe braucht viel Sachverstand“

    Gerade in Deutschland wurde für die Opfer der Flutkatastrophe in Südostasien in Rekordhöhe gespendet. Über das Verhältnis von unmittelbarer Soforthilfe und langfristigem Wiederaufbau sowie das Auftreten eines kirchlichen Hilfswerkes in muslimisch geprägten Regionen sprachen wir mit Jürgen Lieser, Leiter der Katastrophenhilfe bei Caritas international. Die Fragen stellte Alexander Foitzik.

Essays

  • Plus S. 131-136

    50 Jahre nach dem Tod von Pierre Teilhard de ChardinVielfältige Wirkungen

    Pierre Teilhard de Chardin, der am 10. April 1955 starb, war eine Ausnahmeerscheinung: Anerkannter Paläontologe und Mystiker, Philosoph und Theologe. Seine Neuinterpretation des Glaubens auf der Grundlage eines evolutiven Weltverständnisses prägte das Zweite Vatikanische Konzil mit und kann heute noch die Auseinandersetzung zwischen Naturwissenschaft und Theologie befruchten.

  • Plus S. 136-140

    Lutherische Empfehlungen zum Verständnis der OrdinationEine problematische Weichenstellung

    Ende 2004 veröffentlichte die Bischofskonferenz der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands ein Papier über „Allgemeines Priestertum, Ordination und Beauftragung nach evangelischem Verständnis“, das innerevangelisch wie auf katholischer Seite für einigen Wirbel sorgt. Es zeigt sich wieder einmal, dass die Amtsfrage der entscheidende Stolperstein der katholisch-evangelischen Ökumene ist.

  • Plus S. 140-144

    Neue Synagogen in DeutschlandZwischen Zukunft und Vergangenheit

    Sechzig Jahre nach der Shoa sind neue Synagogen in Deutschland wieder ein hochaktuelles Thema. Spektakuläre Neubauten finden Aufmerksamkeit. Es stellt sich aber auch die Frage, wie die nicht zerstörten Gebetshäuser in Dörfern und kleineren Städten heute zu nutzen sind.

  • Plus S. 144-149

    Priestergestalten in Romanen der GegenwartMetamorphosen der Gottesdiener

    Im letzten Jahr erschien der Roman „Gottesdiener“ von Petra Morsbach, der sich in einer gelungenen Mischung aus Sympathie und Ironie mit den Irrungen und Wirrungen eines bayerischen Dorfpfarrers befasst. Priester als Romanhelden sind auch sonst in der Gegenwartsliteratur anzutreffen. Sie spiegeln die unterschiedlichen Erwartungen an die Priester und die damit verbundenen Rollenunsicherheiten wider.

  • Plus S. 149-153

    Untersuchungen zur religiösen Entwicklung in der SchweizDie Landschaft wird bunter

    Die religiöse Landschaft der Schweiz ist im Wandel begriffen. Das zeigt jetzt eine Analyse der Ergebnisse der Volkszählung von 2000. Deutlich gewachsen ist der Anteil der Bevölkerung, der sich keiner Religionsgemeinschaft zugehörig erklärt, sowie der der islamischen Gemeinschaft. Abgeschliffen haben sich in vielen Teilen der Schweiz auch die konfessionellen Mehrheitsverhältnisse.

  • Plus S. 153-156

    Der Baptistische Weltbund ist gespaltenErfolgreiche Machtübernahme

    Im Sommer 2004 verließ die größte baptistische Gemeinschaft, die US-amerikanische „Southern Baptist Convention“ (SBC), den Baptistischen Weltbund. Diesem Rückzug ging ein jahrelanger Kulturkampf innerhalb der mitgliederstärksten protestantischen Denomination der Vereinigten Staaten voraus, den die fundamentalistischen Kräfte für sich entscheiden konnten.

Autoren/-innen