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Joachim Gauck: Toleranz: einfach schwer

Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Plus S. 55-57

    LeitartikelVon nahem und fernem Leid

    Wenige Tage, nachdem das ganze Ausmaß der Verheerung durch das Seebeben vor Sumatra erkennbar geworden war, und die Opferzahlen sich täglich um einige Tausend erhöht hatten, wagten sich Kirchenvertreter, Politiker und professionelle Kommentatoren, von einer großen Hoffnung zu sprechen: Dass es im Angesicht des Schreckens und unermesslichen Leids so etwas gebe wie die Anfänge einer weltweiten Solidarität. Denn die Flutwelle hat zugleich eine beispiellose Welle der Hilfsbereitschaft rund um die Erde ausgelöst, eine Hilfsaktion, wie sie die Welt bislang nicht erlebt hat.Zuallererst ist diese Welle der Spenden- und Hilfsbereitschaft ein Beleg der weit fortgeschrittenen Globalisierung unserer immer kleiner werdenden Welt. Im Zeichen der Globalisierung verändert sich unser Verständnis von Solidarität. Es sind in diesen Tagen aber gerade die Profis der Hilfsbereitschaft, die vor allzu großer Euphorie über die neue weltweite Solidarität warnen. Die Solidarität mit den Flutopfern mag derzeit gewaltig sein, aber lässt sich daraus eine grundsätzlich neue Haltung gegenüber den Ärmsten der Welt ableiten?

Kommentar

  • Plus S. 58-59

    KommentarVerantwortung

    Die Zuwanderung von Juden aus der früheren Sowjetunion soll neu geregelt werden.

  • Plus S. 59-60

    KommentarKein Echo

    Das Verhältnis zwischen Kirche und Medien bleibt unbefriedigend.

  • Plus S. 60

    KommentarAnfang

    Die EKD sprach mit Vertretern muslimischer Organisationen.

Aktuell

  • Plus S. 63-65

    WeltjugendtagVorbereitung auf Hochtouren

    260 Delegierte aus 70 Nationen informierten sich über den Stand der Vorbereitungen für den XX. Weltjugendtag im August dieses Jahres in Deutschland. Die Zahl der bislang angemeldeten Teilnehmer übertrifft bereits die Erwartungen der Verantwortlichen.

Blickpunkt

Interview

Essays

  • Plus S. 61-63

    FlutkatastropheBewährungsprobe für die asiatische Kirche

    Die katholische Kirche in den von der Tsunami-Katastrophe betroffenen Ländern leistete als kleine Minderheit einen wichtigen Beitrag zur Linderung der Not. Auf den interreligiösen Dialog werden sich diese Erfahrungen positiv auswirken.

  • Plus S. 75-79

    Die amerikanischen Bischöfe suchen Wege aus der DauerkriseZurück in die Glaubensmitte

    Nach den unerwartet turbulenten öffentlichen Auseinandersetzungen im Präsidentschaftswahljahr 2004 über die Haltung der Kirche gegenüber katholischen Politikern wollen die amerikanischen Bischöfe 2005 eine öffentliche „Auszeit“ nehmen, um Wege nach innen, zurück in die Glaubensmitte zu gehen. Doch drohen weitere Unruhen durch Bankrott von Diözesen, Schließung von Kirchen und nicht zuletzt die römische Visitation der Priesterseminare.

  • Plus S. 79-83

    Ein Jahr Regierung Erdogan in der TürkeiBeachtliches Reformtempo

    Seit dem Sieg seiner Partei im November 2003 hat der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan dem Land einschneidende Reformen verordnet, die zum Teil in der Praxis erst noch greifen müssen. Mit der Entscheidung der EU zugunsten von Beitrittsverhandlungen mit der Türkei hat er seinen bisher größten Erfolg erzielt. Im Verhältnis Staat – Islam gab es bislang nur vorsichtige Veränderungen.

  • Plus S. 83-88

    Die schwierige Nachbarschaft zwischen Polen und DeutschlandAuf schmalem Grat

    Seit dem EU-Beitritt Polens am 1. Mai 2004 haben die deutsch-polnischen Beziehungen einen neuen Rahmen. Während der wirtschaftliche Austausch floriert, leidet das politische Verhältnis zwischen Deutschland und Polen nach wie vor unter alten wie neuen Belastungen. Polen ist dabei, seine Rolle im EU-Europa zu bestimmen und hat sich in den letzten Monaten klar an die Seite der demokratischen Reformer in der Ukraine gestellt.

  • Plus S. 88-91

    Ein Projekt der Katholischen Akademie in BerlinMit den „Heiden“ leben

    Christen leben in unserer Gesellschaft vielfach Tür an Tür mit Nichtglaubenden. Aber sie tun sich schwer damit, gegenüber ungläubigen Zeitgenoosen über ihren Glauben Rechenschaft abzulegen, weil sie dabei schnell an Grenzen stoßen und sich auch vom Gesprächspartner in Frage stellen lassen müssen. Die Katholische Akademie in Berlin hat mit einer Veranstaltungsreihe auf diesem spannenden Feld experimentiert.

  • Gratis S. 91-95

    Chancen und Probleme einer „heiligen Maschine“Orgel und religiöse Kultur

    Liturgisch und konzertant spielt die Orgel eine wichtige Rolle. Ihre Klangwelt und Technik faszinieren, zugleich aber werden kritische Stimmen laut. Ist die Orgel noch liturgiefähig? Wohin tendiert der Orgelbau, und welches Repertoire und welche gottesdienstliche Sensibilität brauchen Organisten?

  • Plus S. 95-99

    Lateinamerika und das Erbe der MilitärdiktaturenStunde der Wahrheit

    In verschiedenen Ländern Lateinamerikas hat man von Staats wegen endlich damit begonnen, sich den Menschenrechtsverletzungen zu stellen, die während der Herrschaft der Militärdiktaturen begangen wurden. Damit wird auch die katholische Kirche mit ihrer zwiespältigen Vergangenheit konfrontiert. Bei der Aufarbeitung der Verbrechen spielt die Kirche jetzt eine wichtige Rolle.

  • Plus S. 99-104

    Politische und kirchliche Entwicklungen in der Volksrepublik ChinaAuf dem Weg zur Weltmacht

    Die chinesische Wirtschaft wächst und wächst, jedoch mit erheblichen Begleitproblemen von der Korruption bis zur Unterdrückung aller Bestrebungen nach mehr Demokratie. Ende 2004 wurden neue Richtlinien für die Religionspolitik erlassen, die trotz einiger Erleichterungen vom Prinzip der strikten staatlichen Kontrolle religiöser Aktivitäten geprägt sind. Das Christentum übt nach wie vor eine starke Anziehungskraft aus.

Autoren/-innen