Anzeige: Rom ist kein Gegner. Warum die Kirche Reformen braucht. Von Georg Bätzing
  Herder Korrespondenz. Monatsheft für Gesellschaft und Religion 58 (2004) Heft 1

Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Gratis S. 1-3

    LeitartikelLebenselixier Liturgie

    Aus Sicht derer, die vom Unmut über die Verkrustungen der Liturgie der Vorkonzilszeit getrieben wurden, muss man 40 Jahre nach Verabschiedung der Liturgiereform „Sacrosanctum Concilium" von einer Erfolgsgeschichte sprechen. Heute fällt die Bilanz freilich nicht uneingeschränkt euphorisch aus. Faktisch existierende Missstände sind nicht zu leugnen. Die Fehlentwicklungen sind jedoch nicht in einem Strukturfehler der Liturgiereform des Konzils begründet, sondern gehören zu den Nachlässigkeiten bei ihrer Umsetzung. Die Liturgie wird sich - nicht zuletzt deshalb - weiter wandeln müssen.

Kommentar

Aktuell

  • Gratis S. 7-9

    SozialstaatKirche mahnt zu grundlegenden Reformen

    In der aktuellen Debatte um die Reform des Sozialstaats hat sich jetzt auch die Deutsche Bischofskonferenz mit einem eindringlichen Plädoyer zur Überwindung struktureller Blockaden zu Wort gemeldet. Kritiker befürchten eine wirtschaftsliberale Verschiebung in der Sozialverkündigung der Kirche in Deutschland.

  • Gratis S. 9-11

    ÖsterreichEin Sozialwort mit Ecken und Kanten

    Ende November 2003 wurde das Sozialwort des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich veröffentlicht, das sich kritisch mit den Gefährdungen des Sozialstaates und der Globalisierung befasst. Dem Text ging ein intensiver Diskussionsprozess in den Kirchen voraus.

Blickpunkt

  • Gratis S. 11-15

    Die katholische Kirche in Irland nach einem schwierigen JahrzehntGute und schlechte Nachrichten

    Die Republik Irland ist nach wie vor eines der „katholischsten“ Länder Europas. Das Vertrauen gegenüber der Institution Kirche ist in den letzten Jahren aber vor allem wegen der zahlreich aufgedeckten Fälle von Kindesmissbrauch durch Kleriker massiv zurückgegangen. Die katholische Kirche Irlands verfügt zwar über beachtliche Ressourcen, die sie aber entschiedener und selbstkritischer zugunsten einer Erneuerung einsetzen müsste.

Interview

  • Gratis S. 16-20

    Ein Gespräch mit dem Kölner Generalvikar Norbert Feldhoff„Pastoral geht nicht ohne Geld“

    Auch wenn die finanzielle Situation in den deutschen Bistümern recht unterschiedlich ist – sparen müssen alle. Über strukturelle und hausgemachte Finanzprobleme, Prioritätenlisten, Haushaltsstrategien sowie den Umgang mit Geld in der Kirche überhaupt sprachen wir mit dem Generalvikar der Erzdiözese Köln, Prälat Norbert Feldhoff. Die Fragen stellte Alexander Foitzik.

Essays

  • Gratis S. 20-25

    Die Bundesregierung will Grenzen verschiebenWendezeit in der Biopolitik

    Die Biopolitik steht wieder auf der Tagesordnung. Nicht nur das Aufflammen der öffentlichen Debatte nach der Rede von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries im vergangenen Herbst an der Humboldt-Universität offenbart den emotionalen Sprengstoff einer in Fragen der Bioethik und Biopolitik mitnichten geeinten Gesellschaft. Zu den aktuellen Wertkonflikten, die einer Lösung bedürfen, zählen weiterhin die Forschung mit embryonalen Stammzellen, das therapeutische Klonen und die Sterbehilfe.

  • Gratis S. 25-29

    Erfahrungen mit ökumenischen GemeindepartnerschaftenZur Nachahmung empfohlen

    Bis zur vollen Gemeinschaft zwischen katholischer Kirche und reformatorischen Kirchen ist der Weg noch lang. Ein fruchtbares Feld für Zwischenlösungen auf diesem Weg bieten ökumenische Gemeindepartnerschaften auf der Grundlage entsprechender Vereinbarungen. In Großbritannien gibt es schon über 850 solcher Partnerschaften; daraus ließe sich auch für andere Länder lernen.

  • Gratis S. 29-33

    Die orthodoxe Kirche im heutigen RumänienMit der Nation verbunden

    Nach der russisch-orthodoxen Kirche ist die rumänische die zahlenmäßig zweitstärkste innerhalb der Orthodoxie. Seit der Wende hat sie einen unübersehbaren Aufschwung genommen und ist im nationalen Bewusstsein fest verankert. Aber diese Erfolgsgeschichte hat auch ihren blinden Flecken.

  • Gratis S. 37-42

    Die Slowakei und ihre Kirche vor dem EU-BeitrittBastion mit Rissen

    Die Slowakei wird am 1. Mai 2004 mit neun anderen Ländern Mitglied der Europäischen Union. Wie Polen gehört das kleine Land zu den katholischen Bastionen im ehemals kommunistisch beherrschten Mitteleuropa. Die starke Stellung der Kirche ruft aber auch Kritiker auf den Plan.

  • Gratis S. 42-46

    Die Revitalisierung afrikanischer Religionen im Post-Apartheids-SüdafrikaRückkehr der Himmelsprinzessin

    Im Post-Apartheid-Südafrika vermischen sich die politische Beschwörung einer „Afrikanischen Renaissance“ und eine damit einhergehende Revitalisierung afrikanischer Religionen mit den nach wie vor prekären sozialen und wirtschaftlichen Verhältnissen weiter Bevölkerungsteile und der pandemischen Ausbreitung von HIV/Aids. Das zeigt sich besonders an der Rolle der „Himmelsprinzessin“.

  • Gratis S. 46-50

    Russland und seine muslimische MinderheitVerdächtigt und umworben

    In der Russischen Föderation leben über zwanzig Millionen Muslime. Als politische Kraft sind sie bislang nicht hervorgetreten. Vielmehr streiten sich seit Jahr und Tag verschiedene Organisationen und Gruppierungen um eine Vormachtstellung. Seitens der orthodoxen Kirche gibt es Bemühungen um einen Schulterschluss mit den Muslimen in gemeinsamer Abgrenzung gegenüber dem „Westen“.

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