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Daniel Bogner: Ihr macht uns die Kirche kaputt... ...doch wir lassen das nicht zu!

Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Plus S. 55-57

    LeitartikelGrundwert Religionsfreiheit

    Die Auseinandersetzung darüber, ob eine muslimische Lehrerin im Dienst ein Kopftuch tragen darf, verweist auf ein Grundproblem des Verhältnisses von Staat und Religion in modernen Gesellschaften. Dieses Problem lässt sich im demokratischen Rechtsstaat nur auf der Grundlage der Religionsfreiheit lösen, die für Muslime genauso gilt wie für Christen oder Juden. Das christliche Erbe Europas steht dem nicht entgegen; vielmehr sind die Kirchen heute Anwälte der negativen wie positiven Religionsfreiheit. Niemand hindert Christen daran, sich aus ihrem Glauben heraus in die Gestaltung von Staat und Gesellschaft aktiv einzubringen. Gleichzeitig müssen sie lernen, mit der muslimischen Minderheit in Deutschland und Europa zu leben.

Kommentar

Aktuell

  • Plus S. 61-63

    Erzbistum BerlinLanger Weg aus der Schuldenfalle

    Der finanzielle Sanierungsprozess des hoch verschuldeten Erzbistums Berlin gestaltet sich offenbar schwieriger als zunächst angenommen. Nach den im vergangenen Sommer beschlossenen Sparmaßnahmen steht eine weitere Runde von Kürzungen bevor.

  • Plus S. 63-65

    FrankreichAuf dem Weg zu einem Kopftuch-Verbot

    Das politische Frankreich ist dabei, die Weichen für ein Verbot von religiösen Zeichen zu stellen, die als „aufdringlich“ und „überdimensioniert“ empfunden werden. Wellen schlägt diese Auseinandersetzung inzwischen weit über Frankreich hinaus.

Blickpunkt

  • Plus S. 65-69

    Katholizismus und Politik im heutigen ItalienEin buntes Tableau

    Jahrzehntelang war für die italienische Politik der enge Schulterschluss von Kirche und Christdemokraten prägend. Inzwischen verteilen sich die katholischen Wähler auf die politischen Lager. Der Blick auf die Parteien der seit über zwei Jahren amtierenden Mitte-Rechts-Koalition und ihre Führungsfiguren liefert interessante Einblicke in das aktuelle Geflecht von Kirche, Politik und Gesellschaft Italiens.

Interview

Essays

  • Plus S. 74-79

    Wozu brauchen wir heute kirchliche Akademien?Kulturstation und Glaubensforum

    Die Katholischen und Evangelischen Akademien, nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden, stehen heute wie andere kirchliche Tätigkeitsbereiche unter dem Druck knapper werdender Finanzen. Auch wenn Anspruch und Wirklichkeit bei der Akademiearbeit gelegentlich auseinander gehen, können Akademien auch weiterhin wichtige Schaltstellen zwischen Kirche, Gesellschaft und Kultur sein.

  • Plus S. 79-83

    Die Niederlande und ihre MuslimeFehlschlag oder Hoffnungszeichen?

    In den Niederlanden stellen Muslime inzwischen fast sechs Prozent der Bevölkerung. Auf der einen Seite spricht man angesichts von Integrationsproblemen vom Scheitern der multikulturellen Gesellschaft, gleichzeitig lässt sich aber auch beobachten, dass Muslime stärker in die niederländische Gesellschaft hineinwachsen. Ängste in der Bevölkerung angesichts der muslimischen Präsenz stehen neben Anzeichen für einen dem westeuropäischen Umfeld angepassten Islam.

  • Plus S. 83-87

    Das Kirchenprogramm im deutschen PrivatfernsehenVerkündigung auf dem TV-Boulevard

    Seit zwanzig Jahren gibt es in der Bundesrepublik private Fernsehanstalten, deren Programme die Medienlandschaft nicht unerheblich prägen. Für die beiden Großanbieter RTL und SAT.1 sind Sendezeiten für katholische und evangelische Kirche vertraglich festgeschrieben. Inzwischen hat sich gezeigt, dass es durchaus Sendeformate gibt, mit denen die Kirchen unter den Bedingungen des privaten Fernsehens ihre Anliegen transportieren und für ihre Botschaft werben können.

  • Plus S. 87-92

    Aufbrüche gegenwärtiger orthodoxer Dogmatik„Geheimnis des Glaubens“

    Die orthodoxe Theologie der Gegenwart ist im Westen kaum bekannt und wegen der Probleme mit Sprache und Denkform auch schwer zugänglich. Seit kurzem liegt in deutscher Übersetzung ein Werk eines jungen russisch-orthodoxen Theologen und Bischofs vor, das die Chance eines Zugangs zur orthodoxen Theologie eröffnet. Der theologische Austausch zwischen Ost und West bleibt eine so unverzichtbare wie schwierige Aufgabe.

  • Plus S. 92-96

    Archäologie und Neues TestamentMaterielle Hinterlassenschaften

    Weil die Bibel gerade als ein Geschichtsbuch das Glaubensbuch der Christen ist, kann es bei ihrer Interpretation nicht nur um die vorliegenden Texte gehen. Für die um ein rechtes Verstehen des Neuen Testaments hinzuzuziehenden Kontexte sind die Erkenntnisse der Archäologie in den vergangenen Jahrzehnten zunehmend wichtiger geworden.

  • Plus S. 96-100

    Die katholische Kirche im französischsprachigen KanadaSorgenfall Québec

    Traditionell war der Katholizismus in Québec stark, längst haben jedoch auch hier Säkularisierungstendenzen um sich gegriffen. Die Kirche ist weiterhin sehr sozial engagiert, aufgrund des massiven Vertrauensverlustes in die Institution ist ihre Zukunft jedoch ungewiss. Die von Rom mit den jüngsten Bischofsernennungen vorgenommene Kurskorrektur verstärkt die Sorgen.

  • Plus S. 100-104

    Die georgische Orthodoxie nach dem MachtwechselPräsident und Patriarch

    Eine „Rosen-Revolution“ hat in Georgien Präsident Eduard Schewardnadse zum Amtsverzicht gezwungen. Sein Nachfolger ist Michail Saakaschwili, der das wirtschaftlich heruntergekommene und in seiner territorialen Identität bedrohte Kaukasusland dem Westen annähern möchte. Die orthodoxe Kirche Georgiens spielte beim Machtwechsel keine aktive Rolle, bleibt aber ein wichtiger nationaler Faktor.

Autoren/-innen