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Theologische Beiträge zur Gender-DebatteDossier

Inhalt
Erscheinungstermin PDF: 2018
Bestellnummer PDF: D100211

Der Begriff „Gender“ meint das soziale Geschlecht eines Menschen in Unterscheidung zum biologischen. Dabei geht es nicht nur darum, dass Geschlechterrollen kulturell zugeschrieben und durch gesellschaftliche Stereotype Frauen diskriminiert werden.

Kirche und Theologie müssen sich mit dieser Thematik auseinandersetzen. Allerdings kritisieren kirchliche Stimmen, dass dadurch eine naturgegebene Geschlechter-Differenz eingeebnet wird.

Wir haben Ihnen in diesem Dossier Beiträge der Herder Korrespondenz zur Diskussion über die Gender-Debatte der theologischen Auseinandersetzung mit ihr zusammengestellt.

Über dieses Paket

Gastkommentar

Blickpunkt

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 9/2004 S. 443-447

    Kirche und Theologie vor der Provokation durch die GenderdebatteEin Dokument der Defensive

    Das vor wenigen Wochen veröffentlichte Dokument der Glaubenskongregation über die Zusammenarbeit von Mann und Frau in Kirche und Welt lohnt einer gründlichen Auseinandersetzung. Es ist symptomatisch für einen Stil lehramtlichen Sprechens, der die biblische Botschaft harmonisiert, die eigene Geschichte ausblendet und einer differenzierten Auseinandersetzung mit den gegenwärtigen gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungen aus dem Weg geht.

Essays

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 9/2015 S. 475-478

    Regenbogenfamilien in der DiskussionBedrohtes Kindeswohl?

    Obwohl in der Realität Patchworkfamilien weit verbreitet sind, ist die hohe Wertschätzung des traditionellen Leitbildes der Kernfamilie (Vater, Mutter, leibliche Kinder) ungebrochen. Sollte, wie manche befürchten, die heute über den heterosexuellen Bereich hinaus geweitete Aufmerksamkeit für gleichgeschlechtliche Familien, sogenannte Regenbogenfamilien, daran etwas ändern?

  • Gratis Herder Korrespondenz Heft 3/2015 S. 157-161

    Eine Kampagne der kroatischen Bischöfe als BeispielDer Begriff „Gender“ als Anathema

    Im Septemberheft 2014 der Herder Korrespondenz (457- 462) setzte sich der in Wien lehrende theologische Ethiker Gerhard Marschütz mit der in jüngster Zeit in der Kirche häufig geäußerten Kritik an der vermeintlichen „Gender-Ideologie“ auseinander. Im Zentrum seiner Kritik an dieser „Ideologiekritik“ stand dabei das Buch der Publizistin Gabriele Kuby „Die globale sexuelle Revolution“. Kuby entgegnete Marschütz im Novemberheft 2014 (590-593). Im Folgenden setzt sich die Theologin und Ordensfrau Jadranka Schwester Rebeka Anić mit der Debatte um die „Gender-Ideologie“ in Kroatien auseinander.

  • Gratis Herder Korrespondenz Heft 11/2014 S. 590-593

    Der „Genderismus“ zerstört Identität und FamilieEine Top-down-Revolution

    Im Septemberheft der Herder Korrespondenz (457 ff.) setzte sich der in Wien lehrende theologische Ethiker Gerhard Marschütz mit der in jüngster Zeit in der Kirche häufig geäußerten Kritik an der vermeintlichen „Gender-Ideologie“ auseinander. Im Zentrum seiner Kritik an dieser „Ideologiekritik“ stand dabei das Buch der Publizistin Gabriele Kuby „Die globale sexuelle Revolution“. Kuby nimmt im Folgenden Stellung.

  • Geschlechtertheorie und katholisch-theologische EthikKörperlichkeit im Plural

    In vatikanischen Texten wurde zuletzt vermehrt über die „Gender-Ideologie“ geklagt. Die Geschlechterforschung wird vor allem als Infragestellung der „natürlichen“ Ordnung von Ehe und Familie betrachtet. Was aber sind die theologisch-ethischen Implikationen dieser Debatte? Und was folgt daraus für die Ausgestaltung einer christlichen Sexualmoral?

  • Gratis Herder Korrespondenz Heft 9/2014 S. 457-462

    Zur Kritik an der vermeintlichen Gender-IdeologieWachstumspotenzial für die eigene Lehre

    Eindringlich wird innerhalb der katholischen Kirche in jüngster Zeit vor der vorgeblichen Gender-Ideologie gewarnt. Eine Ideologiekritik im Sinne der Aufklärung beziehungsweise eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Vielzahl von „Gender Studies“ ist aber nicht im Blick. „Gender Studies“ dagegen als Herausforderung wahrzunehmen, hieße diese auch positiv als Wachstumspotenzial für die eigene Lehre zu begreifen.

  • Plus Herder Korrespondenz Streitfall Gott S. 47-51

    Gott suchen – feministisch, gendersensibel, geschlechterbewusstEine Frage der Gerechtigkeit

    Verglichen mit den Ansätzen feministischer Theologie der siebziger und achtziger Jahre haben sich die Akzente in den letzten vierzig Jahren deutlich verschoben. Seit den neunziger Jahren steht etwa die Differenzierung zwischen „Sex“ und „Gender“ im Zentrum. Insgesamt wurden Zugänge feministischer Theologie kontextbewusster, subjektspezifischer und selbstkritischer.

Autoren/-innen

  • Kuby, Gabriele

    Gabriele Kuby

    Gabriele Kuby hat Soziologie studiert. Als Buchautorin, Publizistin und internationale Vortragsrednerin warnt sie vor der Zerstörung der Familie durch die globale sexuelle Revolution. 2006 veröffentlichte sie „Die Gender Revolution – Relativismus in Aktion“, 2012 erschien ihr Hauptwerk „Die globale sexuelle Revolution – Zerstörung der Freiheit im Namen der Freiheit“, welches bereits in sechs Sprachen übersetzt wurde.

  • Marschütz, Gerhard

    Gerhard Marschütz

    Gerhard Marschütz (geb. 1956) ist seit 2000 außerordentlicher Universitätsprofessor für Theologische Ethik am Institut für Systematische Theologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. 1999 Habilitation mit der Schrift „Familie humanökologisch. Theologisch-ethische Perspektiven“. Zuletzt erschien von ihm im Verlag Echter das zweibändige Werk „theologisch ethisch nachdenken“. Band 1: Grundlagen (2. Aufl . 2014), Band 2: Handlungsfelder (2011). Zum Thema vgl. auch seinen Beitrag in: Stephan Goertz (Hg.), Wer bin ich, ihn zu verurteilen? Homosexualität und katholische Kirche, Freiburg 2015.

  • Haker, Hille

    Hille Haker

    Hille Haker (geb. 1962) ist ­Inhaberin des Richard McCormick S. J. Endowed Chair of Catholic Moral Theology an der Loyola University Chicago. Zuvor lehrte sie an der Goethe-Universität Frankfurt und der Harvard Divinity School, Cambridge [Mass.]. Sie promovierte und habilitierte an der Universität Tübingen mit den Arbeiten: Moralische Identität, 1999, und Ethik der genetischen Frühdiagnostik, 2003, und war danach Heisenberg Stipendiatin der DFG. Sie ist seit 2005 Mitglied der European Group on Ethics in Science and New Technologies und Mitherausgeberin der Zeitschrift Concilium.

  • Anic, Jadranka Rebeka

    Jadranka Rebeka Anic

    Jadranka Rebeka Anić (geb. 1960) ist Schulschwester vom Heiligen Franziskus (Provinz Split). Diplom und Magisterium an der Katholisch- Theologischen Fakultät in Zagreb; promoviert in Theologie an der Katholisch- Theologischen Fakultät der Universität Wien. Sie arbeitet als Senior Research Associate am Institut für Sozialwissenschaften Ivo Pilar – Regional Centrum Split (Kroatien); Veröffentlichungen u.a.: „Die Frau in der Kirche Kroatiens im 20. Jahrhundert“ (Wien, 2004); „Kako razumjeti rod? Povijest rasprave i različita razumijevanja u Crkvi“ („Wie kann man Gender verstehen? Die Geschichte der Debatte und verschiedene Deutungen in der Kirche“), Zagreb 2011.

  • Flachsbarth, Maria

    Maria Flachsbarth

    Maria Flachsbarth (geb. 1963) ist CDU-Politikerin und seit 2002 Mitglied des Bundestages. Seit 2013 ist sie Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft. Von 2009 bis 2013 war sie Beauftragte für Kirche und Religionsgemeinschaften der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Sie ist Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken. Seit 2011 ist Flachsbarth Präsidentin des Katholischen Deutschen Frauenbundes e.V. (KDFB). Der KDFB meldet sich mit der soeben erschienenen Broschüre „Gender, Gender Mainstreaming und Frauenverbandsarbeit“ in der aktuellen Gender-Debatte zu Wort.

  • Heimbach-Steins, Marianne

    Prof. Marianne Heimbach-Steins

    Marianne Heimbach-Steins (geb. 1959) ist Direktorin des Instituts für Christliche Sozialwissenschaften an der Universität Münster und Mitglied des dortigen Exzellenzcluster „Religion und Politik“. Sie gibt das „Jahrbuch für Christliche Sozialwissenschaften“ heraus (www.jcsw.de).

  • Wacker, Marie-Theres

    Prof. Marie-Theres Wacker

    Marie-Theres Wacker (geb. 1952) ist seit 1998 Professorin für Altes Testament und Theologische Frauenforschung an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster sowie seit 2007 Leiterin des Seminars für Exegese des Alten Testaments und der Arbeitsstelle Feministische Theologie und Genderforschung.

  • Wendel, Saskia

    Saskia Wendel

    Saskia Wendel (geb. 1964) ist seit Oktober 2008 Professorin für Systematische Theologie am Institut für katholische Theologie der Universität zu Köln und 1. Vorsitzende von „Agenda – Forum katholischer Theologinnen“.. Zuvor war die 2001 an der Universität Münster Habilitierte von 2003 bis 2006 Professorin für Systematische Philosophie mit Schwerpunkt Metaphysik und Religionsphilosophie an der Theologischen und an der Philosophischen Fakultät der Universität Tilburg/Niederlande; von 2007 bis 2008 Fellow am Max-Weber-Kolleg der Universität Erfurt.