Mirjam SchambeckWas Gott vollendet

Nicht einmal der Tod ist so stark, das auszulöschen, was einen Menschen ausmacht. Das ist die erste, sozusagen fundamentale Zusage des Auferstehungsglaubens...

Unmittelbar damit ist eine zweite verbunden. Nichts ist verloren, weder das Schöne noch das Erlittene, weder das Geglückte noch das Misslungene, auch nicht die zermürbende Schuld... Daran hängen theologisch mindestens zwei Aussagen. Zum einen erfordern es die Opfer, dass ihnen die im Leben versagte Gerechtigkeit nicht auf immer versagt bleibt. Zum anderen eröffnet der Auferstehungsglaube die Hoffnung, dass nicht wir selbst die Wiedergutmachung der von uns verursachten Schuld leisten müssen, sondern dass uns selbst diese von Gott geschenkt wird. Auferstehung meint: Gott vollendet nicht nur das angefangene Gute, sondern auch das zerstörerisch Schuldhafte und das verschuldete oder auch erlittene Böse und rettet es in seinen Frieden hinein.

Mirjam Schambeck in: „Von Gott, Jesus, Religion und so. Was Relilehrerinnen und -lehrer wissen müssen“ (Verlag Herder, Freiburg 2022)

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