Leserbriefe

© Foto: Jünger

Ein Licht für Frieden

Dankbar habe ich mit meiner vier Jahre alten Tochter Ihren Impuls einer Ukraine-Kerze (vgl. „Friedenslicht“) aufgegriffen (s. Foto). Auch habe ich die Idee an andere Familien und unseren Kindergarten weitergegeben.

Wir sprechen jetzt viel über Frieden und Krieg und lassen die Kerze jeden Tag einmal brennen mit einem Gebet. So fühlen sich Kinder nicht nur ohnmächtig, sondern spüren, dass sie etwas tun können.

Linda Jünger, Werder (Havel)

Christen werden immer auch eine Kerze für Russland anzünden, ja selbst für Putin. Denn genau darin sollen wir uns unterscheiden: „Betet für Eure Feinde!“ (vgl. Mt 5,44).

Wer wird denn am Ende dieses unseligen Kriegs mit zu den Verlierern gehören? Das sind eben auch unsere russischen Schwestern und Brüder, die weiß Gott ebenso gern eine andere Nachrichtenlage erleben würden. Es sind die vielen Schülerinnen und Schüler in Russland, die gewiss auch ein Anrecht darauf haben, dass ihnen unsere Welt offensteht. Oder es ist die Kleinbäuerin im fernen Osten Russlands, die in ihrer täglichen Armut kaum etwas mitbekommt von den Ereignissen. Gerade jetzt ist deshalb unser tägliches Bemühen um deutsch-russische Freundschaft vonnöten.

Und was kaum jemand benennt: Es ist ja auch das Vertrauen zerstört worden. Manche zweifeln jetzt die Kraft des Gebets, des Dialogs an – nach dem Motto: So viele Stunden Gespräche mit Putin, und dennoch Krieg. Manche setzen lieber wieder auf Härte, Waffen und Abschreckung. Das wirft uns alle um Jahre zurück! Wann werden wir wieder dem ehrlichen Dialog Glauben schenken können? Diese Zerstörung ist eben auch verheerend; hier hat Putin Fundamente eingerissen, die wir alle Jahrzehnte lang mühsam gebaut haben.

Babette Jahnke, Felm

Asche und Auferstehung

Der Beitrag „Schutt und Asche“ ist mir sehr nachgegangen. Darin wird das traditionelle Aschenkreuz in Beziehung zum tödlichen Kriegsgeschehen in der Ukraine gebracht – zum Schutt und Asche der Zerstörung, zu den Opfern des Angriffskriegs, zu den Millionen von Flüchtenden. Das liturgische Symbol ist für die Autorin Handlungsmotiv, das ihren Alltag verändert. Das ermutigt mich, selbst zu handeln und fest zu hoffen, dass in der Asche der Zerstörung das Leben der Auferstehung „hindurchschimmert“.

Klaus Beurle, Würzburg

Die Botschaft „heutigen“

Berührt und dankbar habe ich den Nachruf von Gotthard Fuchs zum Tod von Hubertus Halbfas gelesen (vgl. „Mystik und Aufklärung“). Aus eigener Erfahrung als Pfarrer und Religionslehrer stimme ich zu, dass Halbfas sich vor allem als Anwalt der jungen Menschen verstanden hat. Er hat erlebt, dass das tradierte kirchliche Lehrgebäude bei den Menschen in unserer Zeit häufig Widerspruch und Ablehnung hervorruft. Gegen diese Entwicklung wollte er in seinen Büchern die Bedeutung Jesu für unsere Gegenwart erschließen. Solche Anregungen für die „Heutigung“ der christlichen Botschaft mit ihren Symbolen und Metaphern habe ich wesentlich durch ihn gelernt. Dankbar werde ich mich immer wieder an diesen klugen Lehrer erinnern.

Franz Boegershausen, Oldenburg

Geliebt durch Wüstenzeit

Zu Andrea Riedls Gedanken über Jesu Versuchung in der Wüste möchte ich einen Gedanken ergänzen. Diese Stelle folgt in allen synoptischen Evangelien direkt auf die Erzählung der Taufe, in der Jesus die Botschaft hört, der geliebte Sohn des Vaters zu sein. Und genau hier finden wir die Quelle, aus der er dann in der Wüste schöpft. Weder Hunger noch die Verlockungen der Macht schneiden ihn von der Liebe Gottes ab. Er ist sich ihrer so sicher, dass er sie auch nicht auf die Probe stellen muss.

Diese Quelle – „Du bist mein geliebtes Kind“ – fließt auch in uns. Wüstenzeiten können uns helfen, sie wiederzuentdecken und aus dem inneren Reichtum des Geliebtseins heraus Versuchungen zu begegnen und geistbegabt zu bestehen. Beachten wir diese Reihenfolge!

Rosemarie Monnerjahn, Ransbach-Baumbach

Auf- und geradegerichtet

Ein besonderes „Danke“ für den Beitrag „Jesus blickt mich an: Wer bin ich (heute)?“ von Pfarrer Felix Evers. Sich bewusst zu machen, dass wir von Jesus angesehen werden, auf- und geradegerichtet in vorleistungsfreier Liebe, das befreit immer wieder und lässt uns lebensfroh bleiben.

Inge und Alfons Pfeifer, Dossenheim

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