Kann Gebet die Wunden der Anglikaner heilen?

Bevor die verschiedenen anglikanischen Kirchen im nächsten Jahr zu ihrer Generalversammlung, der sogenannten Lambeth-Konferenz, zusammenkommen, wird es eine Woche des Gebets und der Buße geben. Das soll zur Versöhnung der Gegensätze beitragen, welche die Gemeinschaft spalten. Tief zerstritten ist man vor allem über die Fragen, ob Frauen und ob homosexuelle Menschen zu Priestern und Bischöfen geweiht werden dürfen. Auch in der Beurteilung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften ist man uneins.

Die Kontroversen wurden in der Vergangenheit oft hart ausgetragen. Vor allem die Kirchen in Afrika und Asien wandten sich bei den strittigen Themen strikt gegen jede Öffnung. Stattdessen erwirkten sie unter anderem, dass der betont liberalen amerikanischen Episkopalkirche per Mehrheitsbeschluss das Stimmrecht in der Generalversammlung entzogen wurde. Es gehe nicht darum, mit dem Finger auf andere zu zeigen, sagte jetzt die kanadische Bischöfin Linda Nicholls. Doch die Art, „wie wir einander behandeln, wie wir zusammengearbeitet haben – oder gerade nicht –“, gebe Anlass zur Buße.

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