MessgewänderWeiß, Rot, Grün, Violett

Die farbliche Gestaltung von Messgewändern und ihre entsprechende Auswahl für die jeweilige Feier folgt in der katholischen Liturgie nicht dem Zufall, sondern einer festen Regel. Die „Grundordnung des Römischen Messbuchs“ hält fest: „Die Verschiedenheit der Farben der liturgischen Gewänder hat den Zweck, dass dadurch die Besonderheit der gefeierten Glaubensmysterien sowie die Bedeutung des im Laufe des liturgischen Jahres fortschreitenden christlichen Lebens wirkungsvoller auch nach außen sichtbar gemacht werden.“ Das „Pastoralliturgische Handlexikon“ fasst die heutige Regelung so zusammen: „Weiß für Oster- und Weihnachtszeit, Feste des Herrn, Marias, der Engel und jener Heiligen, die nicht Märtyrer sind. Rot für Palmsonntag, Karfreitag und Kreuzerhöhung, Pfingsten, Apostel- und Märtyrerfeste. Grün für die allgemeine Kirchenjahreszeit. Violett für Advents- und Fastenzeit, möglich auch bei der Liturgie für Verstorbene, für die aber auch weiterhin Schwarz verwendet werden kann. Rosa an Gaudete (3. Adventssonntag) und Laetare (4. Sonntag der Fastenzeit).“

Farben haben auch in der Heiligen Schrift eine symbolische Bedeutung. Das gilt zumal für die Apokalypse. Weiß ist – wenn auch nicht im physikalischen Sinn eine Farbe – der Ton des Himmels und der himmlischen Vollendung. Rot die Farbe des Martyriums. Direkte Verbindungslinien in die Schränke der Sakristei lassen sich vom Neuen Testament her aber kaum ziehen. Immerhin spricht die Offenbarung des Johannes von der leuchtenden Gewandung derer, die zur himmlischen Liturgie versammelt sind. Soll die irdische Liturgie mehr als billiger Abklatsch einer Operette oder eines Musicals sein, muss sie das berühmte Wort des Theologen Romano Guardini (1885–1968) im Blick behalten, „lebendiges Schauspiel vor Gott“ zu sein. Dazu gehören strahlende Farben. Der erste Petrusbrief besingt die Liebe Gottes als „vielschichtig“ und „verschiedenartig“ (4,10). Im griechischen Originaltext steht poikiläs. Das kann auch „knallbunt“ heißen.

6. SONNTAG IM JAHRESKREIS (C), 17. FEBRUAR 2019

1. Lesung: Wer sich auf den Herrn verlässt, hat nichts zu fürchten (Jer 17,5–8).

2. Lesung: Die Auferstehung ist der Kern des Glaubens (1 Kor 15,12.16–20).

Evangelium: Selig, ihr Armen! – Weh euch, ihr Reichen! (Lk 6,17.20–26).

An Den WErktagen

Mo., 18.2.: Montag der 6. Woche im Jahreskreis, Les.: Gen 4,1–15.25, Ev.: Mk 8,11–13.

Di., 19.2.: Les.: Gen 6,5–8; 7,1–5.10, Ev.: Mk 8,14–21.

Mi., 20.2.: Les.: Gen 8,6–13.15–16a.18a.20–22, Ev.: Mk 8,22–26.

Do., 21.2.: Les.: Gen 9,1–13, Ev.: Mk 8,27–33; oder hl. Petrus Damiani, Kirchenlehrer.

Fr., 22.2.: Kathedra Petri, Les.: 1 Petr 5,1–4, Ev.: Mt 16,13–19.

Sa., 23.2.: Hl. Polykarp, Bischof von Smyrna, Märtyrer, Les.: Hebr 11,1–7, Ev.: Mk 9,2–13.

Stundengebet: Zweite Psalmenwoche.

Anzeige
Anzeige: Eberhard Schockenhoff - Die Kunst zu lieben

Der CiG-Newsletter

Ja, ich möchte den kostenlosen CIG-Newsletter abonnieren und willige somit in die Verwendung meiner Kontaktdaten zum Zwecke des eMail-Marketings des Verlag Herders ein. Dieses Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen.