SyrienFlüchtlingen helfen, sich aber nicht überfordern

Fast acht Jahre dauert der Krieg in Syrien an, und er wird auch für die Nachbarländer zunehmend zu einem schweren innenpolitischen Problem. So haben jetzt die maronitischen Bischöfe des Libanon darauf hingewiesen, dass ihr Land „die Last der syrischen Flüchtlinge nicht länger tragen“ könne. Zwar sei es selbstverständlich, dass man die Vertriebenen aufgenommen und unterstützt habe. Aber inzwischen seien sie zu einer Gefahr für die Wirtschaftslage und die innere Sicherheit geworden. Die Bischöfe fordern, die Geflüchteten so bald wie möglich zurückzuschicken, auch wenn der Konflikt in Syrien politisch noch nicht gelöst sei. Im Libanon leben laut Schätzungen derzeit rund 6,3Millionen Menschen, darunter 1,3Millionen syrische Flüchtlinge. Soeben meldete der libanesische Geheimdienst, dass seit Beginn des Jahres 2018 rund 110000 Syrer den Libanon wieder verlassen haben.

Anzeige
Anzeige: Eberhard Schockenhoff - Die Kunst zu lieben

Der CiG-Newsletter

Ja, ich möchte den kostenlosen CIG-Newsletter abonnieren und willige somit in die Verwendung meiner Kontaktdaten zum Zwecke des eMail-Marketings des Verlag Herders ein. Dieses Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen.