LinksliberaleDiskutiert wieder!

Früher haben Linksliberale die Debatten in Deutschland geprägt und die Entwicklung vorangebracht. Heute schotten sie sich ab – mit verheerenden Folgen für den politischen Diskurs. Das beklagt der Wirtschaftsjournalist Philipp Kron. Es wäre wichtig, sich ernsthaft mit dem politischen Gegner auseinanderzusetzen, schreibt er in der „Frankfurter Allgemeinen“. Nur so könnten der Populismus, die überschäumenden Parolen „durch Vernunft abgemildert“ werden. Doch im Gefühl der moralischen Überlegenheit flüchte sich der Linksliberalismus in soziale Blasen und vertrete von dort aus rigorose Positionen. Das eigene Argument werde als alternativlos gesehen; andere Meinungen würden oft nicht einmal diskutiert. Letztlich betreibe man damit aber sogar das Geschäft der Rechtsnationalen und Populisten, findet Kron. Er fragt, ob manche Positionen nur deshalb AfD-Positionen geworden sind, „weil sie von einem bornierten, scheinbar liberalen Großbürgertum als inakzeptabel und nicht verhandelbar diffamiert wurden“.

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