Der beim Volk beliebte „Antichrist“: Philippinen-Staatspräsident Duterte

Der philippinische Staatspräsident Rodrigo Duterte hat seit seinem Amtsantritt die katholische Kirche vielfach übelst verunglimpft. Das auch deshalb, weil etliche Kirchenführer seine rabiate Politik – unter anderem den Aufruf, Drogendealer umzubringen – kritisiert haben. Zuletzt hatte Duterte die Lehre von der Dreifaltigkeit Gottes als „dämlich“ bezeichnet. Die Kirchenführer hatten die zum Teil peinlichen Ausfälle bisher kaum kommentiert. Das scheint sich nun zu ändern. Erzbischof Socrates Villegas von Lingayen-Dagupan, der auch Vorsitzender der Bischofskonferenz ist, bezeichnete Duterte in seiner Neujahrsbotschaft als „Antichrist“. Man solle nicht auf ihn hören, „wenn er euch sagt, dass der Besuch von Kirchen und heiligen Messen sinnlos ist“.

Der aufgrund seines „Kriegs gegen Drogen“ und Korruption im Ausland kritisierte Politiker erfreut sich auf den Philippinen allerdings großer Zustimmung. Das wichtigste Meinungsforschungsinstitut des Inselstaats, das von unabhängigen Sozialwissenschaftlern geführt wird, gab bekannt, dass nahezu drei Viertel der Philippiner ihrem Präsidenten die Note „sehr gut“ geben.

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