Christchurch und die Sorge von Asiens Christen

Die Anschläge eines rechtsextremen Terroristen auf Moscheen im neuseeländischen Christchurch haben Christen in ganz Asien mit Sorge erfüllt. Sie befürchten, dass sie als Bevölkerungsminderheit nun noch stärker den Hass islamischer oder hindunationalistischer Extremisten auf sich ziehen werden. „Die bösartige Tragödie in Christchurch hat sich kaum einen Monat nach dem Terroranschlag in Kaschmir ereignet“, erklärte Bischof Theodore Mascarenhas, Generalsekretär der katholischen indischen Bischofskonferenz. Solche Attacken seien „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“. Bei einem Anschlag von Dschihadisten aus Pakistan waren im indischen Pulwama mehr als vierzig Menschen ums Leben gekommen.

Auch die katholischen Bischöfe im mehrheitlich islamischen Indonesien äußerten sich besorgt über mögliche Auswirkungen. Die Katholiken Indonesiens hofften, dass „die Beziehungen zwischen den verschiedenen Religionen und Völkern“ ungetrübt bleiben. Sowohl in Indien als auch in Indonesien stehen Parlamentswahlen bevor. In den Wahlkämpfen gibt es teilweise heftige religiös motivierte Debatten.

Der Dachverband der Kirchen Malaysias wiederum rief dazu auf, angesichts des Terrors „zutiefst die Einheit, den Frieden und die Harmonie unserer Nation wertzuschätzen“. In Malaysia hetzen in jüngster Zeit radikale Muslime verstärkt gegen Christen. Sie argumentieren, diese sowie chinesischstämmige Malaysier, die wirtschaftlich meist sehr erfolgreich sind, würden den Islam massiv „bedrohen“.

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