Auf dem Acker der Weltkirche: Leo Schwarz

Er war ein Arbeiter auf dem Acker der Weltkirche, im Bistum Trier, in Bolivien und als Hauptgeschäftsführer des Entwicklungshilfswerks „Misereor“: Weihbischof Leo Schwarz. 1960 zum Priester geweiht, hatte er sein Leben in den Dienst der Armen und Verlassenen gestellt. 87-jährig ist er nun in Trier gestorben. „Wir können die Welt nicht durch Mitleid heilen. Wir müssen die Strukturdebatte führen. Aber es ist ungeheuer schwer, die Leute zur Gerechtigkeit zu verpflichten“, sagte Schwarz einmal. Den Christen gab er wiederholt den Rat, dass die Kirche ein neues Konzil brauche.

Die Verheißungen des Evangeliums und den realistischen Blick auf die Welt verband der persönlich sehr bescheiden lebende Geistliche auf glaubwürdige Art. Leo Schwarz war Kaplan, Pfarrer, „Misereor“-Chef, dann Weihbischof, Vorsitzender der deutschen „Justitia et Pax“-Kommission und Mitbegründer des Osteuropa-Hilfswerks „Renovabis“. Das größte Geschenk seines Lebens jedoch sei, dass er die einfachen Leute in Bolivien kennengelernt habe, diese Menschen, „die niemanden haben, denen niemand jemals die Hand auf die Schulter gelegt, denen niemand jemals gesagt hat: Du bist wichtig“. Und sie hätten mit ihm gesprochen.

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