SüdkoreaNobelpreis-Vorschlag für die „Blauäugigen Engel“

In Südkorea sind die Tirolerinnen Marianne Stöger und Margit Pissarek wegen ihrer engagierten Sozialarbeit weit bekannt. Die Regierung in Seoul hat die beiden Frauen, die dem Säkularinstitut der Christkönigsschwestern angehören, für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Seit 2016 haben die Österreicherinnen die Ehrenstaatsbürgerschaft des Landes, dessen Kultur konfuzianisch und buddhistisch geprägt ist.

In den sechziger Jahren kamen Marianne Stöger und Margit Pissarek in das nach dem Ende des Koreakriegs von Armut und Leid gezeichnete Land. Sie arbeiteten zunächst auf der abgelegenen Insel Sorok, wohin Familien ihre an Lepra erkrankten Verwandten abschoben, verbannten. Dort bauten die beiden Christinnen die medizinische und soziale Versorgung der Kranken auf und konnten erreichen, dass Lepra nahezu ausgerottet wurde. Heute leben die zwei Frauen in Innsbruck. In Südkorea werden sie Parannun Chun-sa genannt, was „blauäugiger Engel“ bedeutet.

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