Gelungene Eingewöhnung Hat mein Kind sich gut eingelebt?

Der Kitastart ist für die ganze Familie ein wichtiges Ereignis. Je jünger das Kind, desto größer ist oft die Sorge der Eltern, ob es sich in der Kita wohlfühlt

Hat mein Kind sich gut eingelebt?
Hilfreich für ein gutes Ankommen in der Kita ist neben der behutsamen Eingewöhung ein vertrauter Gegenstand von zu Hause wie zum Beispiel das Schmusetuch. © Harald Neumann

Eine erfolgreiche Eingewöhnung trägt wesentlich zum Wohlbefinden Ihres Kindes in der Kita bei und ist prägend für seinen gesamten Verbleib in der Einrichtung. Wichtig ist vor allem, dass das Kind eine gute und stabile Beziehung zu seiner ErzieherIn aufbauen kann. In der Regel vereinbaren die Fachkräfte mit den Eltern einen Plan, nach dem die Trennung Schritt für Schritt erfolgen soll. Bei Kindern über drei Jahren handhaben Einrichtungen das oft etwas lockerer. Sie sollten aber zum Wohl Ihres Kindes auch in diesem Alter auf einer schrittweisen Eingewöhnung bestehen und sichergehen, dass Ihr kleiner Liebling die Trennung von Ihnen ohne unnötig großen Stress verkraftet.

Die Eingewöhnung ist dann abgeschlossen, wenn sich Ihr Kind bei der Trennung gut von Ihnen lösen kann oder es sich nach einiger Zeit von seiner ErzieherIn trösten lässt. Zeigt es dagegen deutliche Angst und Unsicherheit, dann benötigt es Ihre Anwesenheit noch. Hilfreich für ein gutes Ankommen in der Kita ist neben der behutsamen Eingewöhnung übrigens ein vertrauter Gegenstand von zu Hause, zum Beispiel ein Schmusetuch, das Lieblingsspielzeug oder ein Familienfoto. Gerade bei jüngeren Kindern ist es oft üblich, dass die Eltern ein kleines Fotoalbum mit den wichtigsten Bezugspersonen des Kindes mit in die Kita bringen. Das macht den Abschied von Mama oder Papa und die lange Zeit ohne sie etwas leichter.

Was heißt es, wenn ...

… mein Kind beim Abschied weint? Abschiedstränen sind ganz normal. Entscheidend ist, wie es weitergeht. Lässt sich Ihr Kind innerhalb einiger Minuten von seiner ErzieherIn beruhigen, leidet es vermutlich einfach unter Abschiedsschmerz, fühlt sich aber ansonsten wohl. Beruhigt es sich über einen längeren Zeitraum nicht, verkraftet es die Trennung von Ihnen noch nicht. Dann sollten Sie eine längere Eingewöhnungszeit vereinbaren.

… ich mein Kind abhole und es bei meinem Anblick in Tränen ausbricht? Das allein ist noch kein Grund zur Sorge. Auch wenn Ihr Kind tagsüber fröhlich gespielt hat: Die Trennung von Ihnen fällt ihm in der Regel nicht leicht und in dem Moment, in dem es Sie wiedersieht, bricht diese Traurigkeit aus ihm heraus. Es weiß, dass es sich bei Ihnen fallenlassen kann, nachdem es nun eine Weile ohne Sie zurechtgekommen ist.

… ich beim Bringen und Abholen sehe, dass mein Kind neben den anderen Kindern sitzt, statt mitzuspielen? Je jünger Ihr Kind ist, desto mehr ist es damit beschäftigt zu beobachten. Aufregendes und Spannendes gibt es in der Kita ja sehr viel zu sehen. Schauen Sie einmal genau hin: Nimmt Ihr Kind nicht ganz genau wahr, was die anderen tun? Gönnen Sie ihm die Zeit, die es braucht, um all das Neue auf sich wirken zu lassen. Die meisten Kinder steigen nach einer Weile von selbst in das Spiel ein.

… mein Kind in der großen Einrichtung so verloren wirkt? Eine wichtige Voraussetzung für einen guten Wohlfühlfaktor: Ihr Kind kann sich in der Einrichtung orientieren. Das meint zum einen die räumliche Orientierung, aber viel mehr noch, dass es mit den Abläufen der Kita vertraut ist. Schauen Sie genau hin: Ist Ihr Kind wirklich verloren? Oder kennt es sich schon gut aus und ist zufrieden, und es ist mehr der eigene Trennungsschmerz, der Sie sticht?

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