Was macht eigentlich eine Sicherheitsbeauftragte?Zusatzqualifikationen für die Kita (6)

Nancy beobachtet, berät und klärt auf. Damit baut sie eine ständige Brücke zwischen Träger, Leitung und Team.

Was macht eigentlich eine Sicherheitsbeauftragte?
© Ronny Scholz, Dresden

1. Wie sieht Ihr Aufgabenfeld in der Praxis aus?

Zur Aufgabe gehören das Erkennen und Melden von Gefahrenquellen und die Teilnahme an Begehungen im Hausinnenbereich und Außengelände. Als Sicherheitsbeauftragte (SiB) überwache ich die Einhaltung des Arbeitsschutzes und melde Gefahrenquellen oder etwaige Verstöße an die verantwortliche Leitung. Ich berate diese bei Gesunderhaltungsfragen der Mitarbeiter*innen. Dabei geht es um Themen wie die Ursachen von Muskel- und Skeletterkrankungen durch Fehlbelastungen am Arbeitsplatz, Infektionskrankheiten oder Stress und seine Auswirkungen auf die Arbeitsleistung. Dies betrifft auch ungünstige strukturelle Rahmenbedingungen, die sich negativ auf die Arbeitsfähigkeit und Gesunderhaltung der Mitarbeitenden auswirken, wie Lärm oder Überbelastungsreaktionen. 

2. Gibt es für diese Aufgabe bestimmte Grundvoraussetzungen?

Grundsätzlich sollte man ein Eigeninteresse an den inhaltlichen Themen, Kooperationsfähigkeit und Kommunikationsfreude mitbringen. Verlässlichkeit, Vertrauen und Verständnis bilden die Basis für eine gute Zusammenarbeit mit der Leitung und dem Team. Man sollte Freude am Beraten und Aufklären haben sowie Durchsetzungsvermögen mitbringen.

3. Wie umfangreich war die Qualifizierung?

Ich habe an einem Grund- und Aufbauseminar für „Sicherheitsbeauftragte in Kindertagesstätten“ teilgenommen. Jeder Kurs dauerte drei Tage.

4. Wie tauschen Sie sich mit den anderen Kolleg*innen aus? 

Idealerweise findet zweimal im Jahr ein Fachund Erfahrungsaustausch mit verschiedenen Sicherheits- und dem Arbeitsschutzbeauftragten des Trägers statt. Dabei können auch einzelne Fragen vom Team eingebracht werden. 

Innerhalb der Kita bieten sich Dienstbesprechungen an, da hier ein Großteil des Teams erreicht und Fragen zeitnah geklärt werden können. Bei einem Thema wie „Barfußgehen in Kitas“, das Fachkräfte und Eltern interessiert, bieten sich Elternabende an. Empfehlenswert sind außerdem themenbezogene Broschüren. Diese ermöglichen es, sich in Ruhe mit einem bestimmten Thema auseinanderzusetzen. Hilfreich ist es auch, einen pädagogischen Tag zum Thema „Stress am Arbeitsplatz“ einzuplanen, um sich aktiv und intensiv mit der vielfältigen Problematik auseinanderzusetzen.

 

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