Orale Phase

"Im 1. Lebensjahr bildet in der oralen (lat. os = Mund) Phase der Mund das zentrale Organ, das Lust empfindet (nuckelt, lutscht) und Nahrung aufnimmt. Elementare körperliche und sinnliche Bedürfnisse werden befriedigt. Außerdem besteht ein Bedürfnis nach körperlicher Nähe, Zärtlichkeit und  Streicheln. Werden diese Bedürfnisse erfüllt, fühlt sich ein Kind angenommen und kann das Urvertrauen zur Welt (nach Erikson) entwickeln. Fehlt das Urvertrauen, so entwickelt sich ein Urmisstrauen, was dazu führen kann, dass die Umwelt als feindselig erlebt wird und dass man sich darum gegenüber seiner Umwelt verschließt. Gleichzeitig wird und muss ein Kind (z. B. beim Abstillen) die Erfahrung machen, dass nicht alle Bedürfnisse erfüllt werden können, was ihm später helfen soll, ein gesundes Maß an Vorsicht und ggf. Misstrauen mit in die Welt zu nehmen."