Early-Excellence-Ansatz

„(frühe Exzellenz; frühe Spitzenleistung; engl.)

Der Early-Excellence-Ansatz ist ein in Großbritannien entwickeltes pädagogisches Konzept in Kindertageseinrichtungen, bei dem Angebote der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung und familienunterstützende Angebote integriert werden. Hierbei handelt es sich nicht um eine elitäre Förderung von privilegierten Kindern, sondern um ein Konzept, bei dem jedes Kind als exzellent angesehen, bestmöglich gefördert wird, und die Familien Anerkennung sowie geeignete Unterstützung erfahren.

Im Early-Excellence-Ansatz ist ein hoher Anspruch an die Qualität der Förderung formuliert, wobei sich die Einrichtungen als Gemeinschaften forschend Lernender verstehen, zu der die Kinder und die Familien ebenso gehören wie die pädagogischen Fachkräfte. Dabei wird die Arbeit auf die konsequente Entwicklungsbegleitung von Kindern, die enge Zusammenarbeit von Familien und pädagogischem Fachpersonal sowie die Öffnung der Kindertageseinrichtungen für Familien im Sozialraum ausgerichtet.

Das Konzept ist geprägt von einem humanistischen Menschenbild und einer demokratischen Grundhaltung, die sich an folgenden Leitlinien orientiert:

  • Positiver Blick, bei dem sich die Aufmerksamkeit zuerst auf die Stärken und Ressourcen richtet
  • Beobachtung und Dokumentation, verbunden mit dem Recht jeden Kindes, in den Blick genommen zu werden
  • Individuelle Förderung, die an Interessen, Fähigkeiten und Kompetenzen des jeweiligen Kindes anknüpft
  • Zusammenarbeit mit Eltern, die als Experten ihrer Kinder angesehen werden
  • Schaffung einer familienfreundlichen Infrastruktur (Hebenstreit-Müller, S. (2013): Beobachten lernen – das Early Excellence Modell. Berlin. S. 94-95)“