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Anzeige: Mitten im Leben. Post von Margot Käßmann?

Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Plus S. 541-543

    LeitartikelMacht und Ehrlichkeit

    Angesichts weiter sinkender Kirchensteuereinnahmen müssen alle Bistümer sparen. Umso offener tritt angesichts dieser Situation zu Tage, dass auch innerhalb der Kirche Macht ein Faktor ist. Auf der anderen Seite wird deutlich, dass der Begriff der Macht gerade unter Christen stark tabuisiert ist. Eine Kirche, die als Institution Strukturen ausbilden muss, ist jedoch ohne das Phänomen Macht nicht denkbar. Da ist es ein durchaus wohltuender und vertrauensschaffender Akt der Redlichkeit, die Dinge beim Namen zu nennen. Natürlich ist die Krise der deutschen Kirche nur zu meistern, wenn es gelingt, sich auch und gerade geistlich neu auszurichten. Aber eine glaubwürdige Neuausrichtung in der Breite wird nur gelingen, wenn die Machtverhältnisse transparenter, der Missbrauch von Kompetenzen besser bekämpft und Partizipation selbstverständlicher werden.

Kommentar

Aktuell

  • Plus S. 547-549

    SeelsorgePastoralreferenten suchen ihren Ort

    Mit der Finanzmisere in den deutschen Bistümern ist erneut auch der Beruf der Pastoralreferenten in die Krise geraten. Die Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen versucht zu klären.

  • Plus S. 549-551

    FrankreichDie Kirche und das Soziale

    In Lille feierten die französischen Sozialwochen Ende September ihr 100-jähriges Bestehen. Das geschah im Rahmen eines Kongresses, auf dem man sich zusammen mit Laienbewegungen aus verschiedenen Teilen Europas mit dem künftigen Gesicht eines sich einenden Europas befasste.

Blickpunkt

  • Plus S. 551-555

    Die Ambivalenzen militärischen IntervenierensSicherheitspolitischer Paradigmenwechsel?

    Ein breites Spektrum von Verwendungsmöglichkeiten tut sich mittlerweile auf, wenn es um die Beteiligung der Bundeswehr an Maßnahmen zu internationaler Friedenssicherung geht. Wird mit den neuen „Verteidigungspolitischen Richtlinien“ der Interventionseinsatz deutscher Streitkräfte zum quasi normalen Mittel der Außenpolitik?

Interview

  • Plus S. 555-559

    Ein Gespräch mit dem Rechtsphilosophen Heiner Bielefeldt„Menschenrechte sind unverdient“

    Im Rahmen des so genannten Kriegs gegen den Terror sind der Schutz der Menschenrechte und sicherheitspolitische Interessen vielerorts in ein problematisches Spannungsverhältnis geraten. Was würde geschehen, wenn es in Deutschland zu einem massiven Terroranschlag käme? Darüber sprachen wir mit dem Direktor des Deutschen Institutes für Menschenrechte, Heiner Bielefeldt. Die Fragen stellte Alexander Foitzik.

Essays

  • Plus S. 559-564

    Was die Theologie heute von Karl Rahner lernen kannEin bleibendes Vermächtnis

    Karl Rahner hat die neuzeitliche Wende zum Subjekt theologisch nachvollzogen, und er hat gleichzeitig um das bleibende Geheimnis Gottes gerungen. Beides zusammen macht die Aktualität seines Denkens aus. Theologie darf auch heute weder die Anstrengung des Begriffs scheuen noch auf wache Zeitgenossenschaft verzichten.

  • Plus S. 564-568

    Ein Rückblick auf das „Rahnerjahr“ 2004Nach wie vor starke Resonanz

    Zahlreiche Veranstaltungen und Publikationen befassten sich in diesem Jahr mit Karl Rahner (1904–1984), dem Freiburger Jesuiten, der wie wenige andere das Profil der katholischen Theologie des 20. Jahrhunderts mitgeprägt hat. Prominent besetzte Akademietagungen wurden abgehalten, Werke von und über Karl Rahner neu aufgelegt. Es muss sich zeigen, wie die Anstöße und Ansätze seines so spekulativen wie kirchenpraktischen Denkens im 21. Jahrhundert weiterwirken.

  • Plus S. 568-574

    Der Buddhismus und seine Faszination für den WestenEine wirkliche Alternative?

    Niemand weiß genau, wie viele Buddhisten es in Europa und Nordamerika gibt. Sicher ist aber, dass der Buddhismus als religiös-spirituelle Alternative zum Christentum viele Menschen im Westen interessiert oder sogar fasziniert. In seinen asiatischen Mutterländern ist der Buddhismus prägender Bestandteil der sozialen Wirklichkeit; ob es zu einem in Europa integrierten Buddhismus kommt, muss sich noch zeigen.

  • Plus S. 574-577

    Dogmatikertagung über Monotheismus, Trinität und GewaltWenn Gott zu denken gibt

    Alle zwei Jahre treffen sich die deutschsprachigen Dogmatiker und Fundamentaltheologen zu einer Arbeitstagung. Diesmal ging es um heutige Facetten der Gottesfrage innerhalb und außerhalb der Theologie. In welchem Sinn ist das Christentum monotheistisch? Wie lässt sich der Glaube an den dreieinen Gott denkend nachvollziehen? Wie verhalten sich innertheologische Diskussion und allgemeines religiöses Interesse?

  • Plus S. 577-581

    Die Diskussion über Amt und Ordination in der reformierten SchweizEs stehen Klärungen an

    Den Mitgliedskirchen des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes liegt seit kurzem ein Text zur Stellungnahme vor, der den Weg für eine gemeinsame Ordinationsliturgie der reformierten Kirchen in der Schweiz bahnen soll. Die Frage nach Amt und Ordination steht im Schweizer Protestantismus schon seit einiger Zeit auf der Tagesordnung; besonderes Aufsehen erregte der Vorschlag, an die Einführung eines reformierten Bischofsamtes zu denken.

  • Plus S. 581-584

    Neuere Entwicklungen im französischen IslamSpiritualität statt Politik?

    Auch in Frankreich ist die Angst groß, dass islamistische Gruppierungen im Untergrund terroristische Anschläge planen. Vor allem eine bessere Ausbildung der Imame erweist sich vor diesem Hintergrund als dringlich. Das neue Gesetz über „Zeichen religiöser Zugehörigkeit“ macht die Situation nicht einfacher.

  • Plus S. 584-589

    Das Bischofswahlrecht der deutschen DomkapitelEin zähes Ringen

    Fast nur noch in Deutschland (außer Bayern) haben die Domkapitel das Recht der Bischofswahl, das früher einmal der Regelfall in der katholischen Kirche war. Die jetzige Form des Bischofswahlrechts in den deutschen Diözesen entstand nach dem Ende der Monarchie. Sie war Ergebnis eines längeren Tauziehens zwischen Rom und den Domkapiteln, wie jetzt zugängliche Bestände des Vatikanarchivs zeigen.

  • Plus S. 589-592

    Streiflichter zur jüngsten österreichischen KirchengeschichteNach dem „Fall Krenn“

    Am 7. Oktober nahm Johannes Paul II. das Rücktrittsgesuch des St. Pöltener Bischofs Kurt Krenn an und ernannte den Bischof von Feldkirch, Klaus Küng, zu Krenns Nachfolger. Damit geht ein trauriges Kapitel der kirchlichen Entwicklung in Österreich zu Ende. Schuld am Desaster trägt vor allem eine mehr als problematische vatikanische Personalpolitik.

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