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Anzeige: Schuld und Verantwortung

Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Plus S. 595-597

    LeitartikelVon Strukturen und Menschen

    Ein überbordendes Geflecht von selbstgenügsamen Strukturen, Statuten, Sekretariaten und Kommissionen lähme die Kirche in Deutschland, so lamentieren vor allem konservative Kirchenkreise immer wieder; die Gegenseite verweist auf die vielen so engagierten wie im Glauben verwurzelten Christenmenschen in Räten und Organisationen, die das kirchliche Leben bereicherten. Aus dieser kreisläufigen Debatte aus Vorwürfen und Verteidigungen lässt sich nur dann ein Ausweg finden, wenn auch nach den Hintergründen gefragt wird: Wie kam es zur spezifischen Verfasstheit des deutschen Katholizismus? Die heutigen kirchlichen Strukturen spiegeln in allen europäischen Ländern die jeweilige Geschichte mit ihren entscheidenden Zäsuren wieder. Entsprechend gilt es, die verschiedenen Formen des kirchlichen Lebens immer wieder daraufhin zu überprüfen, ob sie den aktuellen gesellschaftspolitischen und kulturellen Herausforderungen und Problemfeldern noch gerecht werden; und darauf zu achten, dass die wichtigste Ressource einer lebendigen Kirche nicht aus dem Blick gerät - der Mensch.

Kommentar

  • Plus S. 598

    KommentarMemento Mori

    Der Entwurf für ein neues Bestattungsgesetz in NRW wirft Fragen auf.

  • Plus S. 598-599

    KommentarGeschafft!

    Die Theologische Fakultät Erfurt kommt in die Universität.

Aktuell

  • Plus S. 601-603

    KirchenPositionieren nach der Regierungserklärung

    In der Regierungserklärung des Bundeskanzlers fanden die Kirchen keine Erwähnung. Diese verfolgen mit Aufmerksamkeit den mühsamen Start der Regierungskoalition, denn besonders die rot-grüne Familienpolitik birgt reichlich Konfliktstoff.

  • Plus S. 603-605

    BerlinErzbistum auf der schiefen Ebene

    Das Erzbistum Berlin steckt in einer tiefen Finanzkrise. Nachdem bisherige Bemühungen um eine finanzielle Konsolidierung keinen durchschlagenden Erfolg hatten, sollen jetzt alle kirchlichen Strukturen durch eine Unternehmensberatung untersucht werden.

Blickpunkt

  • Plus S. 605-610

    Eckpunkte für eine umfassende GesundheitsreformAn Haupt und Gliedern

    Dass das deutsche Gesundheitswesen grundlegend reformiert werden muss, pfeifen die Spatzen von allen Dächern. Es geht darum, die Kosten in den Griff zu bekommen, ohne das Niveau der medizinischen Versorgung abzusenken, die Ressourcen effizienter einzusetzen und im Streit der Interessengruppen und Lobbyisten das Gemeinwohl nicht aus den Augen zu verlieren. Andere europäische Länder können bei der notwendigen Reform in mancher Hinsicht als Vorbild dienen.

Interview

  • Plus S. 610-614

    Ein Gespräch mit dem Volkswirtschaftler Joachim Starbatty„Intelligente Schnorrer nicht belohnen“

    Angesichts der großen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Probleme Deutschlands häufen sich Vorschläge und Initiativen zur Revitalisierung der Sozialen Marktwirtschaft. Bietet die Rückbesinnung auf das originäre Konzepte der Sozialen Marktwirtschaft die umfassende Reformperspektive für unser Land? Darüber sprachen wir mit dem Tübinger Volkswirtschaftler Joachim Starbatty. Die Fragen stellte Alexander Foitzik.

Essays

  • Plus S. 615-619

    Zwischenstand der aktuellen EU-Verfassungsdebatte in BrüsselEin Präsident für Europa?

    Bis zum Sommer 2003 soll der Vorschlag für einen europäischen Verfassungstext vorliegen. Der Europäische Konvent hat sich bei seiner bisherigen Arbeit schon in wichtigen Fragen geeinigt; vor allem im Blick auf die künftigen europäischen Institutionen gehen die Meinungen noch auseinander. Die Kirchen haben ihre Vorschläge für die europäische Verfassung inzwischen in Brüssel deponiert.

  • Plus S. 619-624

    Die aktuellen Leitbilder katholischer ErwachsenenbildungProblematische Verortung

    In vielen Bistümern hat sich die katholische Erwachsenenbildung in den vergangenen Jahren neue Leitbilder gegeben. Sie bemühen sich um eine Legitimierung dieses wichtigen kirchlichen Arbeitsfelds, dessen Angebote auch Menschen jenseits der Kerngemeinden erreichen und das so eine Brücke zwischen Kirche und Gesellschaft schafft. Aber welche Vorstellung von der modernen Gesellschaft und ihren Sinnbedürfnissen liegt den Leitbildern zu Grunde?

  • Plus S. 624-628

    Wie die deutschen Bistümer den Abschied von der Volkskirche organisierenMangelverwaltung oder „Zeit zur Aussaat“?

    Die Pastoralplanung der deutschen Diözesen steht angesichts knapper Kassen und dünner Personaldecken fast überall unter dem Vorzeichen der „Kooperativen Pastoral“. Unter diesem schillernden Begriff verbergen sich jedoch die unterschiedlichsten Konzepte. Besonders in der Diaspora gewinnen auch Ansätze einer „missionarischen“ Seelsorge allmählich an Boden.

  • Plus S. 628-632

    In der US-Kirche wird über eine nationale Pastoralsynode diskutiertUmstrittene Mitsprache

    Die Krise, in die zahlreiche Fälle von sexuellem Missbrauch durch Priester die katholische Kirche in den USA geführt haben, ist noch nicht ausgestanden. Virulent geworden ist jetzt vor allem die Frage, ob nicht auf allen kirchlichen Ebenen Laien mehr Mitsprache eingeräumt werden müsste. In diesem Zusammenhang gibt es auch den Wunsch nach einer landesweiten Pastoralsynode. Die Bischofskonferenz hat dazu eine Kommission eingesetzt.

  • Plus S. 632-636

    Architekten und Theologen auf der Suche nach „heiligen Räumen“Neue Lust am Sakralen

    Der 24. Evangelische Kirchbautag Anfang November war mit „Sehnsucht nach heiligen Räumen“ überschrieben. Angesichts der anhaltenden Versuche zeitgenössischer Architekten, die Aura sakraler Räume für profane Zwecke zu kopieren, fragen Theologen wieder intensiver danach, was einen Versammlungsort zu einem „heiligen Raum“ werden lässt.

  • Plus S. 636-641

    Hans-Georg Gadamer und die TheologieNeue Wege des Verstehens

    Im biblischen Alter von 102 Jahren ist der Philosoph Hans-Georg Gadamer im Frühjahr diesen Jahres verstorben. Was ist der theologische Ertrag seiner philosophischen Hermeneutik und welches sind die bisher zu wenig beachteten Potenziale dieses Denkens?

  • Plus S. 641-645

    Der Tierschutz und seine ethischen BegründungenSentimentale Mode?

    Bis vor kurzem mussten Tierschützer begründen, warum sie sich um die Belange von Tieren kümmern, da doch so viele Menschen im Elend leben. Mittlerweile gehört die Tierethik zum nahezu selbstverständlichen Repertoire ethischer Grundentwürfe. Der Tierschutz hat seit dem 17. Mai 2002 in Deutschland sogar Verfassungsrang. Wie lässt sich dieser Bedeutungswandel erklären?

Autoren/-innen