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Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Plus S. 541-543

    LeitartikelKomplexes Leben

    Angesichts der Entwicklungen in den "Life Sciences" ist die Sorge berechtigt, dass deren gesellschaftliche Diskussion einem verengten Lebensbegriff Vorschub leistet. Philosophie und Theologie haben demgegenüber auf die Komplexität des Lebensvollzuges zwischen Freiheitsvermögen und Glücksverlangen aufmerksam zu machen und diese auch zu verteidigen.

Kommentar

  • Plus S. 544-545

    KommentarBewährung

    Die Kirchen klären weiter ihre friedensethischen Positionen.

  • Plus S. 545-546

    KommentarUnzeitgemäß

    Vatikan verbietet Vorbereitungskurse für den Frauendiakonat.

  • Plus S. 546-547

    KommentarVerblüfft

    Jürgen Habermas’ langer Weg einer Annäherung an das Thema Religion.

Aktuell

  • Plus S. 547-549

    SchwangerenberatungLatente Spannungen

    Knapp ein Jahr nach der Neuordnung der katholischen Schwangerenberatung finden in den kirchlichen Beratungsstellen kaum noch Konfliktberatungen statt. Diesen widmen sich nun vor allem die Beraterinnen der Laieninitiative Donum vitae, die eine ausgesprochen optimistische Zweijahresbilanz gezogen hat.

  • Plus S. 549-551

    BischofskonferenzBonner Personalkarussell

    Das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz wird neu strukturiert; es treten teilweise neu zugeschnittene Bereiche an die Stelle der bisherigen Zentralstellen. Davon ist nicht zuletzt das Ressort Publizistik betroffen.

Blickpunkt

  • Plus S. 551-555

    Johannes Paul II. und der IslamDialog und Religionsfreiheit

    Das christlich-islamische Verhältnis ist für Johannes Paul II. seit den Anfängen seines Pontifikats ein wichtiges Anliegen. Auf zahlreichen Reisen in islamische Länder hat er keine Gelegenheit ausgelassen, zum gegenseitigen Respekt und zu mehr Zusammenarbeit der beiden Glaubensgemeinschaften aufzurufen. Religion, so der Papst bei seiner jüngsten Reise nach Mittelasien, dürfe niemals als Grund für einen Konflikt missbraucht werden.

Interview

  • Plus S. 556-561

    Ein Gespräch mit dem Politologen und Friedensforscher Ernst-Otto Czempiel„Ein sich globalisierender Bürgerkrieg“

    In den Anschlägen vom 11. September manifestiert sich kein Kampf der Kulturen oder Religionen, sondern der aktuelle Konflikt zwischen den Herrschern dieser Welt und den Beherrschten, betont der Frankfurter Friedens- und Konfliktforscher Ernst-Otto Czempiel. Zugleich mahnt er, der Kampf gegen den internationalen Terrorismus müsse mit politischen, ökonomischen und militärischen Mitteln geführt werden. Das Gespräch führte Alexander Foitzik am 9. Oktober in Frankfurt.

Essays

  • Plus S. 561-565

    Stand und Aufgaben evangelischer Systematischer TheologieNeuer Kulturprotestantismus?

    Bestimmend für die moderne protestantische Theologie sind die Pluralisierung des Religiösen und des Ethischen, gepaart mit einer Wiederentdeckung des Ästhetischen. Der evangelische Systematiker Ulrich H. J. Körtner (Wien) erläutert diese These in einem Überblick zu den derzeitigen Entwicklungen in seinem Fach.

  • Plus S. 565-569

    Ratgeber und Ratlosigkeit in der neuen ErziehungsdebatteVorlage zur Wiederaufnahme

    Ist Erziehung heute unmöglich geworden? Wer trägt die Verantwortung für den Besorgnis erregenden Zustand unserer Kinder und Jugendlichen? Haben Eltern und staatliche „Erziehungsagenten“ kapituliert? Und wo bleibt die Politik? Das Land diskutiert wieder: Über die Erziehung des Nachwuchses und über die Gegenwart seiner Vergangenheit.

  • Plus S. 569-574

    Deutschland, Amerika und der HolocaustSchwierige Erinnerungsarbeit

    Am 9. September wurde das Jüdische Museum Berlin eingeweiht, zwei Tage darauf krachten die von Terroristen entführten Jets auf die „Twin Towers“ und das Pentagon. Deutschland kann bei allen Diskussionen über eine neue weltpolitische Rolle der Erinnerung an den Holocaust nicht entkommen; für die USA ist der Kampf gegen den Terrorismus immer mit dem besonderen Verhältnis zum jüdischen Staat verschränkt.

  • Plus S. 574-579

    Rumänien auf dem schwierigen Weg in die EUHoffnungsschimmer am Horizont

    Rumänien gehört nicht zur ersten Garde der mittel- und osteuropäischen EU-Beitrittskandidaten. Das Land kam nach der Ceausescu-Diktatur politisch wie wirtschaftlich nur schwer auf die Beine. Inzwischen nimmt sich die Lage nicht mehr ganz so düster aus. Nicht zuletzt das Verhältnis zwischen Orthodoxen und Katholiken hat sich nach dem Papstbesuch vor zwei Jahren verbessert.

  • Plus S. 579-582

    Ein Symposium über Demokratie und Rechtsstaat in LateinamerikaGefährdete Errungenschaften

    Die Zeit der Militärregimes ist in Lateinamerika vorüber, so gut wie alle Staaten sind zur Demokratie zurückgekehrt. Aber vielfach ist das demokratische System mehr Fassade, gefährdet durch soziale Missstände und kulturelle Erblasten. Ein Symposium in Mexiko fragte jetzt nach dem Beitrag der Kirche für die Stabilisierung von Rechtsstaat und Demokratie auf dem „katholischen Kontinent“.

  • Plus S. 582-586

    Was die französische Theologie derzeit beschäftigtKirche neu denken

    Nachdem die französische Theologie im 20. Jahrhundert lange Zeit zur Avantgarde gehörte, ist es in den letzten Jahren ruhiger um sie geworden. Der Jesuit Pierre Vallin stellt die Ausbildungsstätten, wichtige Zeitschriften und aktuelle Forschungsschwerpunkte der Theologie in Frankreich zusammen.

  • Plus S. 586-590

    Das Moskauer Patriarchat und die PolitikSymphonie oder Trennung?

    Seit dem Ende der Sowjetunion ist die Russische Orthodoxe Kirche darum bemüht, ihre führende Rolle in Staat und Gesellschaft wiederzugewinnen. Im politischen Spektrum Russlands spielen ausdrücklich als „religiös“ firmierende Parteien allerdings kaum eine Rolle. Der Politikwissenschaftler Paul Roth zeichnet das oft verschlungene Beziehungsgeflecht zwischen Kirche und Politik im heutigen Russland nach.

Autoren/-innen