Nach Gaza entführtLeere Plätze

Der Tisch ist für den Sabbatabend gedeckt, Brot und Wein aufgetragen, Stühle und Teller ordentlich gereiht. Doch die Gäste kommen nicht.

Sie können nicht. Sie zählen zu den fast 240 nach Gaza entführten Personen, deren Schicksal ungewiss ist. In Erinnerung an die Geiseln standen in zahlreichen Städten, wie hier in Berlin, gedeckte Sabbattische mit leeren Stühlen. Der Sabbatabend ist normalerweise der Höhepunkt der jüdischen Woche, an dem sich die Familie am TIsch versammelt, der Hausvater den Segen über Brot und Wein spricht und Zusammengehörigkeit und Geborgenheit erfahrbar werden. Traditionell wird dabei ein Gedeck mehr aufgelegt für den Propheten Elias oder einen Gast, den man nicht erwartet hat. Doch die Hoffnung schwindet. Wenige Geiseln kamen bisher frei, bei anderen, wie der Deutsch-Israelin Shani Louk, hat sich die traurige Gewissheit bestätigt, dass ihre Plätze nie wieder eingenommen werden.

(Foto: Christoph Soeder/picture alliance/dpa)

Anzeige: Warum ich an Gott glaube. Von Gerhard Lohfink

Der CiG-Newsletter

Ja, ich möchte den kostenlosen CiG-Newsletter abonnieren und willige in die Verwendung meiner Kontaktdaten zum Zweck des E-Mail-Marketings durch den Verlag Herder ein. Den Newsletter oder die E-Mail-Werbung kann ich jederzeit abbestellen.
Ich bin einverstanden, dass mein personenbezogenes Nutzungsverhalten in Newsletter und E-Mail-Werbung erfasst und ausgewertet wird, um die Inhalte besser auf meine Interessen auszurichten. Über einen Link in Newsletter oder E-Mail kann ich diese Funktion jederzeit ausschalten. Weiterführende Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.