7 Momente aus 7 TagenAlles auf einmal

Alles auf einmal

Manchmal kommt alles zusammen. So war es auch in dieser Arbeitswoche – die Bücherbeilage will vorbereitet sein, letzte Vorbereitungen für den Katholikentag in Stuttgart müssen getroffen werden. Und ganz nebenbei haben wir das Layout in der laufenden Produktion auf unser neues Design umgestellt, an dem wir seit letztem Jahr feilen, und das Sie jetzt endlich auch in Händen halten. Von „Sommerloch“ also keine Spur!

Doch auch in der großen Welt außerhalb des Büros geht es Schlag auf Schlag: Der Krieg in der Ukraine bringt jeden Tag neue schreckliche Bilder. Der Klimawandel drängt mit heftigen Unwettern und Überschwemmungen zurück in unser Bewusstsein. Und kaum haben wir die Corona-Pandemie halbwegs unter Kontrolle gebracht, geht eine neue Form der Pocken um die Welt. Baustellen, wohin man schaut! Umso wichtiger, dass man sich in dem Chaos auch Zeit nimmt, kleinere Momente wahrzunehmen. Solche, die es oft nicht auf die Titelseiten schaffen, aber trotzdem ein Bild davon geben, wie es um unsere Welt steht. Sieben dieser Momente habe ich Ihnen hier zusammengestellt.

1 | Stuttgart. Wie war es, zur Zeit Jesu aufzuwachsen und immer wieder von den Wundertaten dieses ganz besonderen Rabbis zu hören? Ein Computerspiel soll jetzt Einblick in das damalige Leben geben. „Wir übermitteln eine schriftliche Tradition in ein modernes Medium“, erklärt Chef-Programmierer Amin Josua auf domradio.de.

2 | Rom. Ein geplantes Luxus-Hotel in unmittelbarer Nähe zum Vatikan sorgt für Ärger. Die Kette Four Seasons Hotels and Resorts hatte den Zuschlag für den Gebäudekomplex erhalten und will ihn für 27 Jahre mieten. Das Gebäude gehört dem Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Mit den Einnahmen sollen kirchliche Projekte finanziert werden. Ansässige Hotelbetreiber wollen gegen die Entscheidung klagen, auch weil sich Four Seasons nicht an die Ausschreibefrist gehalten habe.

3 | San Francisco. Die US-Kongress- abgeordnete Nancy Pelosi darf in ihrer Heimatdiözese nicht mehr die Kommunion empfangen. Die Ausladung ist die nächste Eskalationsstufe in der Debatte um Schwangerschaftsabbrüche. Während einige Bundesstaaten diese nahezu vollständig verbieten wollen, tritt Pelosi für eine Legalisierung ein.

4 | New York. Die vergangenen sieben Jahre waren die wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Das geht aus einem Weltklimabericht der Vereinten Nationen hervor. Auch das Alte Testament erzählt von einer solchen Hitzewelle: „Die sieben leeren, vom Ostwind ausgedörrten Ähren sind sieben Jahre Hungersnot“, heißt es in der Erzählung des Traumdeuters Josef (vgl. Gen 41,27). Damals war klar, dass die Krise im achten Jahr ausgestanden sein wird. Heute haben wir diese Gewissheit nicht.

5 | Jerusalem. Jüdische Feministinnen protestieren gegen die Entscheidung der israelischen Regierung, drei Viertel der Einlasskarten für die Feier des Lag ba-Omer-Fests für männliche Gläubige zu reservieren. Diese Ungleichbehandlung sei „falsch und unnötig“ hieß es in der Tageszeitung Haaretz.

6 | Kabul. Auch in Afghanistan kämpfen Frauen gegen religiöse Diskriminierung: Fernseh-Moderatorinnen haben sich einen Tag lang gegen die Verschleierungspflicht gewehrt und ihre Gesichter offen gezeigt. Die Taliban, die seit einem knappen Jahr wieder an der Macht sind, hatten angeordnet, dass Frauen vor der Kamera ihre Haare und die Mundpartie bedecken müssen. Offiziell handelt es sich um einen „Ratschlag“, tatsächlich riskieren Moderatorinnen, die sich nicht an die Vorgabe halten, ihre Anstellung.

7 | Abu Dhabi. Die arabische Welt ist toleranter gegenüber Christen geworden. Das berichtet Paul Hinder, der 18Jahre lang als Arabien-Bischof eingesetzt war. „In den Jahren meines Wirkens habe ich erlebt, dass es echtes Bemühen gibt, aufeinander zuzugehen“, sagte er der Katholischen Nachrichtenagentur.

Zitat Der Woche

„Manchmal, wenn die Bemühungen zur Nächstenliebe so gar nicht klappen wollen, reicht es vielleicht auch aus, einander nichts Böses zu tun und den Rest Gott zu überlassen: Herr lieb du ihn, ich bin gerade verhindert. Amen.“

Sebastian Krines Gemeindereferent, im „Würzburger Sonntagsblatt“

Der Wochenrückblick von

Simon Lukas

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