Krieg in EuropaDer Kriegskontinent

Politikwissenschaftler: Auf unserem Kontinent ging es in den letzten Jahrzehnten deutlich kriegerischer zu als in anderen Weltregionen.

Wer das lautstarke mediale Echo auf den Ukraine-Konflikt verfolgt, kann das Gefühl bekommen, Europa sei durch den russischen Angriff aus einer langen Friedenszeit gerissen worden. Tatsächlich ging es auf unserem Kontinent in den letzten Jahrzehnten aber deutlich kriegerischer zu als in anderen Weltregionen. Das sagt der Politikwissenschaftler Dirk van den Boom im Podcast „WildMics“. „In Afrika gibt es relativ wenige zwischenstaatliche Konflikte, obwohl wir immer ein anderes Bild davon haben. In Südostasien auch. In Nord- und Südamerika gibt es im Grunde gar keine. Wir in Europa hatten dagegen alle möglichen Konflikte: Jugoslawien, den Einmarsch in Moldawien, all die Probleme, die wir sonst noch haben.“

Damit sei Krieg für Europäer nie weit weg gewesen. „Wir blenden nur aus, dass Europa ein bisschen größer ist als die Europäische Union… Und dann sind wir auf einmal ganz überrascht, wenn so etwas passiert, weil wir das lange Zeit gar nicht als europäisches Problem wahrgenommen haben.“

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