Jenseits von Riten

Was bedeutet es, Jesus nachzufolgen? Es bedeutet, im Leben mit eben seiner Zuversicht voranzuschreiten, jener, geliebte Kinder Gottes zu sein. Es bedeutet, den gleichen Weg wie der Meister zu beschreiten, der gekommen ist, um zu dienen und nicht um sich dienen zu lassen (vgl. Mk 10,45)

Lassen wir zu, dass uns die Begegnung mit Jesus in der Eucharistie verwandelt, wie sie die großen und mutigen Heiligen verwandelt hat… Begnügen wir uns wie sie nicht mit dem Wenigen; finden wir uns nicht mit einem Glauben ab, der von Riten und Wiederholungen lebt, und öffnen wir uns für die Ärgernis erregende Neuheit des gekreuzigten und auferstandenen Gottes, der das gebrochene Brot ist, um der Welt das Leben zu schenken… Die Nachfolge Jesu lädt dazu ein, nach vorn zu schauen, den Wendepunkt der Gnade anzunehmen, in uns jeden Tag jene Fragestellung wieder aufleben zu lassen, die der Herr wie in Cäsarea Philippi an uns, seine Jünger, richtet: Ihr aber, für wen haltet ihr mich?

Papst Franziskus beim Eucharistischen Weltkongress in Budapest

Anzeige: Meine Hoffnung übersteigt alle Grenzen. Ein Gespräch über Leben und Glauben. Von Philippa Rath und Burkhard Hose

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