Neue Flüchtlingskrise?Die Angst vor 2015

„Ein Jahr kann sich nicht wiederholen. Wiederholen können sich aber der Rassismus, die Menschenverachtung und Überheblichkeit, die Kälte und Härte gegenüber Menschen, die um ihr Leben fürchten.“

Man hat den Satz ja immer wieder mal gehört, seit der blitzartigen Eroberung Afghanistans durch die Taliban ist er aber Teil des Standardrepertoires deutscher Politiker: „2015 darf sich nicht wiederholen.“ Gemeint ist damit die kurzzeitig unkontrollierte Zuwanderung des Jahres 2015, als über eine Million Flüchtlinge, vor allem aus Syrien, politisch akzeptiert nach Deutschland kamen.

„Zynisch und herzlos“ findet Margarete Stokowski diesen Satz in ihrer Kolumne bei „Spiegel Online“: „Ein Jahr kann sich nicht wiederholen. Wiederholen können sich aber der Rassismus, die Menschenverachtung und Überheblichkeit, die Kälte und Härte gegenüber Menschen, die um ihr Leben fürchten.“ Stokowski weist zurecht darauf hin, was im Rückblick allzu schnell in Vergessenheit geraten ist: „2015 war auch das Jahr, in dem die Zivilgesellschaft vieles von dem geleistet hat, was die Politik nicht konnte oder wollte. Unterkünfte bereitstellen, Deutschunterricht geben, Spenden sammeln, das haben damals auch Menschen getan, die so was vorher noch nie getan hatten.“

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