Propaganda-Sprachkurse für ein nettes China-Bild

Die Kultusministerien sollen die von chinesischen Staatsbehörden beeinflussten Konfuzius-Institute kritischer beobachten, vor allem mit Blick auf deren Präsenz an deutschen Universitäten. Das wünscht sich die Gesellschaft für bedrohte Völker. Die Kultureinrichtungen vermittelten ein verharmlosendes China-Bild, zum Beispiel unter dem Deckmantel von Sprachkursen. Dabei hätten sie den klaren Auftrag, das politische Programm des autoritären Staates voranzutreiben. „Chinas Kommunistische Partei schaltet die Wissenschaft gleich. Sie lässt alle kritischen Bücher in Bibliotheken entfernen und Diskussionen an Universitäten unterbinden. Das müssen die Kultusministerien in ihrer Bewertung der Lage berücksichtigen.“ An deutschen Hochschulen gibt es siebzehn Konfuzius-Institute. Die Universitäten in Hamburg und Düsseldorf haben ihre Kooperation dieses Jahr beendet. In Schweden gibt es seit April überhaupt keine Einrichtung dieser Art mehr.

Das amerikanische Außenministerium hat kürzlich erklärt, dass die Konfuzius-Institute als ausländische Vertretungen und Propaganda-Werkzeuge einzustufen seien. Noch im Juli hatte China die Aufsicht über die Institute öffentlich neu vergeben: Statt einer staatlichen Behörde ist nun eine Stiftung zuständig. Dies hatte aber keine Auswirkung auf die herrschende Kritik an den Einrichtungen.

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