Mirjam Schambeck / Elisabeth WöhrleBarfüßig beten

Beten kann man eigentlich nur „barfüßig“ – also ohne Schuhe und Mauern, die man sonst vielleicht dazwischengeschoben hat: zwischen sich und die anderen, zwischen sich und Gott, zwischen die, die ich im Innersten bin, und die Funktionsweisen, in denen mich andere kennen und die mich trotzdem nicht ganz ausmachen. Im Grunde könnte man das Beten auch als täglichen und andauernden Versuch beschreiben, immer durchlässiger zu werden auf das Eigentliche und den Eigentlichen, auf das Wirkliche und den Wirklichen, auf die Menschen und Gott hin. Von daher wundert es nicht, dass die Sehnsucht nach religiösen Erfahrungen umtreibt und wir Menschen in unserem Innersten danach tasten, von Gott gefunden zu werden.

Mirjam Schambeck/Elisabeth Wöhrle in: „Im Innern barfuß. Auf der Suche nach alltagstauglichem Beten“ (Echter Verlag, Würzburg 2020)

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