Bekennen Anglikaner den Glauben bald orthodox?

Die anglikanische Kirche geht womöglich einen großen Schritt auf die Orthodoxie zu. Eine Expertenkommission aus beiden Konfessionen hat empfohlen, dass die Anglikaner künftig auf das „Filioque“ im sogenannten großen Glaubensbekenntnis verzichten. Es sei eine Klausel, die man „geerbt“ habe. Man könne sie deshalb auch wieder weglassen, heißt es in einer aktuellen Erklärung.

Der Zusatz filioque bezeugt, dass der Heilige Geist vom Vater „und vom Sohn“ ausgeht. Die lateinische Kirche im Westen hatte dies nachträglich in das Glaubensbekenntnis von Nizäa-Konstantinopel eingefügt, in dem eigentlich nur der „Hervorgang“ des Heiligen Geistes aus dem Vater genannt ist. Die orthodoxen Kirchen trugen dies nicht mit, und es kam 1054 zur Kirchenspaltung. Bislang folgen die Kirchen der Reformation in der Regel der westlichen Tradition.

Anzeige: Gottes starke Töchter. Frauen und Ämter im Katholizismus weltweit. Hg: Julia Knop

Der CiG-Newsletter

Ja, ich möchte den kostenlosen CiG-Newsletter abonnieren und willige in die Verwendung meiner Kontaktdaten zum Zweck des E-Mail-Marketings durch den Verlag Herder ein. Den Newsletter oder die E-Mail-Werbung kann ich jederzeit abbestellen.
Ich bin einverstanden, dass mein personenbezogenes Nutzungsverhalten in Newsletter und E-Mail-Werbung erfasst und ausgewertet wird, um die Inhalte besser auf meine Interessen auszurichten. Über einen Link in Newsletter oder E-Mail kann ich diese Funktion jederzeit ausschalten. Weiterführende Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.