LateinamerikaNeue Welt mit weniger Gott

Der „katholische Kontinent“ Lateinamerika ist das längst nicht mehr, seit sich große Teile der Bevölkerung pfingstkirchlichen, charismatischen und evangelikalen Gruppierungen angeschlossen haben. Vielfach unterschätzt wird, dass auch der Anteil der Nichtglaubenden, der ausdrücklichen Atheisten, zwischen Rio Grande und Feuerland wächst. In manchen Ländern gibt es schon seit der Zeit der Unabhängigkeitsbestrebungen im ausgehenden 18. und frühen 19. Jahrhundert starke antiklerikal, laizistisch eingestellte bürgerliche Schichten, unter anderem in Mexiko, Kolumbien, Argentinien, Chile und Peru. Letztere beiden Länder besucht momentan Papst Franziskus.

Der Kardinalerzbischof von Santiago de Chile, Ricardo Ezzati, sagte, Chile erlebe wie viele andere Länder einen starken Rückgang der Katholikenzahl. Immer mehr Menschen betrachteten sich zumindest als Agnostiker. Sie seien religiös distanziert, weil niemand wissen könne, ob es Gott überhaupt gebe. Über den erheblichen Glaubensschwund auch in der Neuen Welt sei der Papst sehr besorgt.

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