Ein Komposthaufen im Kita-GartenAus Abfall wird Erde

Eierschalen, Apfelbutzen, Teebeutel … Was auf dem Kompost landet, wird Teil eines natürlichen Zersetzungsprozesses. Ein Forschungsfeld, das Sie Kleinstkindern nicht vorenthalten sollten!

Aus Abfall wird Erde
© Harald Neumann, Freiburg

Ein Komposthaufen ist schon für die Jüngsten spannend und bietet Antworten auf viele Fragen: Was passiert mit Essensresten und Gartenabfällen, die auf dem Kompost landen? Welche Tiere leben hier? Was kann man noch alles beobachten? Und letztlich auch: Wie entsteht Erde? Wenn Sie im Außengelände Ihrer Einrichtung einen Komposthaufen anlegen, können die Kinder sich tagtäglich an der Entsorgung von Biomüll beteiligen, den Prozess der Zersetzung mitverfolgen und dabei lernen, dass aus Resten und Abfällen etwas ganz Neues entstehen kann. Sie können die entstandene Erde begutachten und für Pflanzaktionen oder andere Gartenprojekte nutzen. Gleichzeitig bekommen sie ein Bewusstsein für die eigene Müllproduktion, für richtige Mülltrennung und nachhaltige Wiederverwertung. Auch können sie viele Tiere entdecken, die den Komposthaufen bewohnen: Tausendfüßler, Asseln, Kompostwürmer, Schnecken und Ameisen helfen tatkräftig bei der Zersetzung des Komposts mit.
Bauen Sie einen eigenen Komposter im Kita-Garten und bieten Sie den Kindern so einen tollen Forschungsanreiz mit viel Mitmachpotenzial!

Schicht auf Schicht

Benötigte Materialien:

  • 4 Eckpfähle
  • Holzlatten oder alte Bretter
  • Hammer, Nägel, gerade Schraubhaken

So wird’s gemacht:

Wählen Sie einen schattigen Ort im Kita- Garten aus und verankern Sie dort die vier Eckpfähle stabil im Boden. Befestigen Sie mithilfe von Hammer und Nägeln Holzlatten an den vier Seiten – nur die zwei untersten Bretter auf einer gut erreichbaren Seite sollten lediglich lose in Schraubhaken eingehängt werden, damit Sie dort die Humuserde entnehmen können. Der Komposter muss nicht groß sein – nehmen Sie den Platz, den Sie haben. Nach unten sollte es direkten Erdkontakt geben, damit sich möglichst viele Mikroorganismen ansiedeln können. (Alternativ zum selbst gebauten können Sie auch einen fertigen Komposter kaufen oder ein altes Hochbeet ohne Boden verwenden.)
Ein gut „gefütterter“ Kompost hat nach ca. sechs Monaten neue Humuserde umgesetzt. Wenn Sie die Erde fürs Beet oder für Blumentöpfe nutzen möchten, können Sie durchs Sieben noch feinere Erde erhalten. Dabei entdecken die Kinder Teile, die noch nicht verrottet sind.
Erstellen Sie mit den Kindern ein Beobachtungstagebuch oder Plakate zum Projekt und dokumentieren Sie mit Bildern: Wie haben Sie den Komposter gebaut? Was gehört alles auf den Komposthaufen? Wie lange dauert es, bis man die Apfel- und Eierschalen nicht mehr sieht? Welche Tiere entdecken die Kinder?
Auf diese Weise wird der Komposter schnell ein normaler Teil des Alltags und das tägliche Entsorgen der Bio-Abfälle für die Kinder zu einem schönen Ritual.

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