Offene Arbeit bzw. offener Kindergarten

"Das Konzept der offenen Arbeit bzw. des offenen Kindergartens wurde in den 1970er Jahren in der damaligen BRD aus der Praxis heraus entwickelt (Regel/Kühne 2007). Grund war die Unzufriedenheit mit den bestehenden Verhältnissen in der Kindergartenarbeit. Traditionelle Gruppenstrukturen und Raumkonzepte werden in der offenen Arbeit unterschiedlich weit aufgelöst. Funktionsräume und/oder Bewegungsbaustellen wurden statt geschlossener Gruppenräume entwickelt. Ziel ist es, den Kindern mehr Bewegungs- und Entdeckungsraum zu geben. Ein weiterer Aspekt ist die Öffnung nach außen in den Stadtteil. Regel und Kühne beschreiben das Bild vom Kind in der offenen Arbeit wie folgt: Das Kind ist ein autonom handelndes Subjekt, das seine Identität durch seine Wirklichkeitskonstruktion entwickelt. Dabei ist es Akteur seiner Entwicklung. Aufgabe der Erzieherinnen ist, eine verstehende und einfühlende Haltung zu entwickeln, um damit die Kinder beim eigenverantwortlichen Handeln zu begleiten und zu ermutigen. Die Kinder können sich eigenverantwortlich für oder gegen Spielorte, Spielpartner und Aktivitäten entscheiden. Eine weitere Aufgabe ist die Organisation und Planung des offenen Arbeitens."