Theologie in BerlinKatholiken zur HU

In der Debatte um die Theologien in Berlin gibt es ein erstes erfreuliches Ergebnis für die Katholiken. Das katholische Seminar an der Freien Universität wechselt zur Humboldt-Universität (HU) und wird von derzeit einer Professur auf vier Professuren aufgestockt. Das Geld dafür ist im Landeshaushalt eingeplant. Dies sei ein „großer Erfolg“, sagte der Berliner Erzbischof Heiner Koch bei einer Expertenrunde in der Katholischen Akademie in Berlin im Juli.

Koch strebt fünf Professuren an, um neben den klassischen Fächern Exegese, Kirchengeschichte, Systematische Theologie und Religionspädagogik noch ein weiteres Fach aufbauen zu können, das dem Standort Berlin ein eigenes Profil verleihen soll. Als Zeitpunkt für den Umzug ist das Wintersemester 2018/19 im Gespräch.

Offen ist, wo die katholische Theologie an der HU angesiedelt werden soll. Der „wahrscheinlichste Weg“ ist, die katholischen Professuren zunächst beim HU-Präsidium anzukoppeln, sagte Erzbischof Koch. Ein gemeinsames Dach mit einem jeweils unabhängigen evangelischen, islamischen und jüdischen Institut wird immer unwahrscheinlicher, weil sich die Evangelische Fakultät mehrheitlich, aber auch Landesbischof Markus Dröge und der Verwaltungschef des Konsistoriums dagegen sträuben. Man fürchtet, bei einer solchen Lösung den Fakultätsrang zu verlieren und auf ein Institut herabgestuft zu werden.

Namhafte Wissenschaftler rieten dem Berliner Erzbistum, „groß zu denken“ und auf Exzellenz zu setzen. „Fünf Professuren sind das Minimum“, sagte Peter Strohschneider, der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft, und forderte Erzbischof Koch auf, mit dem Land Berlin um weitere Professuren zu verhandeln.

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