5/2013Eins, zwei, drei

Inhalt

Eine Vase, schätzungsweise aus den 1960er-Jahren, darin steht ein Stück Pappe in Gestalt einer Pflanze. Mit Tinte sind Striche, Kreise, Formen und Muster darauf gezeichnet – fein und filigran, symmetrisch und exakt wie ein mathematisches Kunstwerk (s. Foto links). Geschaffen hat es Jörg Sobott, Meisterschüler 2013 der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Gesehen habe ich sein Werk im Kunstverein Freiburg. Neben vielen anderen Werken, die nur so vor Mathematik strotzten, ist mir dieses besonders ins Auge gestochen. Vielleicht lag das daran, dass ich im Zuge dieser Ausgabe die Welt durch eine „Mathebrille“ wahrnahm und erkundete. Genauso wie es pädagogische Fachkräfte im Projekt „Draußen spielend lernen - Zugänge zu mathematischen Phänomenen“ (s. S. 24) tun.

Die Dinge des Alltags sortieren und ordnen, nach Strukturen, Reihen(-folgen), Mustern suchen, vergleichen usw. – das ist Mathematik und das machen Kinder in der Kita. Bei diesen Tätigkeiten können Sie die Kinder unterstützen, indem Sie gemeinsam mit ihnen den Blick für die Mathematik schärfen und deren Prinzipien in Worte fassen. Für diesen Weg gebe ich Ihnen neben den Ideen dieser Ausgabe ein Zitat des deutschen Mathematikers Richard Dedekind (1831-1916) an die Hand: „Die Zahlen sind freie Schöpfungen des menschlichen Geistes, sie dienen als Mittel, um die Verschiedenheit der Dinge leichter und schärfer aufzufassen.“

Mit einem herzlichen Gruß
Monika Janzer

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