Glaubenserneuerung von untenCool bleiben

Ein rundes Jubiläum feierten vergangene Woche die deutschen Alt-Katholiken.

Mit der Wahl eines eigenen Bischofs hatte sich die Reformbewegung im Jahr 1873 offiziell von der römisch-katholischen Kirche gelöst. Gegenstand des Protests waren wesentliche Beschlüsse des Ersten Vatikanums, darunter die Festschreibung der päpstlichen Leitungsgewalt und Unfehlbarkeit.

Beim Festakt zum 150-jährigen Bestehen in Bonn würdigte die römisch-katholische Dogmatikerin Julia Knop ihre Schwesterkonfession dafür, „cool und entspannt und ernsthaft katholisch“ zu sein. Die Gemeinschaft habe in ihrer Geschichte gezeigt, wie Glaubenserneuerung von unten gelingen könne.

In Deutschland hat die alt-katholische Kirche heute rund 15400 Mitglieder und kann als einzige Kirche Zuwächse vermelden. Diese bewegen sich jedoch in sehr kleinem Rahmen und lassen sich kaum als Gegentrend zum Bedeutungsverlust des europäischen Christums insgesamt interpretieren. Dementsprechend betonte der alt-katholische Bischof Matthias Ring die Notwendigkeit, sich nicht auf den Errungenschaften der Vergangenheit auszuruhen, sondern den Herausforderungen einer säkularen Gegenwart zu stellen.

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