„Letzte Generation“Klima-Proteste

Sie blockieren Straßen und beschmieren Kunstwerke – die Umwelt-Proteste der „Letzten Generation“ wurden zuletzt immer radikaler. Der Nürnberger Jesuit Jörg Alt zeigt sich „sehr einverstanden“ mit diesem Vorgehen der Aktivisten.

„Ohne die Proteste der ,Letzten Generation‘ wäre das Klimathema nicht so weit oben auf der Agenda“, sagte Alt dem Domradio. Dass man die Demonstrierenden kriminalisiere, sei ein billiger Versuch, sich aus der inhaltlichen Auseinandersetzung zu stehlen.

Ganz anders äußerte sich die frühere Bischöfin und EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann. Im Cicero bezeichnete sie die Protestaktionen als „hochproblematisch, falsch und gefährlich“. Bei den Sachbeschädigungen gehe es vor allem um die Suche nach Aufmerksamkeit. Darin liege jedoch das Risiko, sich in eine Gewaltspirale zu begeben, die irgendwann auch Menschen gefährde. Käßmann betont: „Es geht nur gewaltfrei. Alles andere ist unchristlich.“

„Falsch und traurig“ findet sie außerdem, dass sich die Aktivisten als „Letzte Generation“ bezeichnen. „Ich bin Theologin, ich bin Christin, und die Hoffnung, dass wir die Welt erhalten, weist weit über diesen Fatalismus hinaus.“

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